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Stand 21. März 2001

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Neuer Glanz in der Barockkirche

Förderverein: Schwarzer Marmor und feinster Alabaster zu Gospel und Motetten
Heusenstamm (M.) Bauliche und musikalische Pläne verwirklichte der "Förderverein Balthasar Neumann Kirche St. Cäcilia" im Jahr 2000 in beachtlichem Umfang. Von den Projekten berichtete Herbert Margraf bei der Jahreshauptversammlung am Montagabend im Pfarrheim. Dort wählten die 20 anwesenden Mitglieder mit dem geschäftsführenden Vorsitzenden auch alle weiteren Amtsinhaber im Vorstand neu. Erster Vorsitzender bleibt Pfarrer Thomas Knedelhans kraft Amtes, der den Verein zur "Kulturstütze in der Stadt" entwickelt sieht.

Er zahlt die Erneuerung der Epitaphien in der Pfarrkirche, zwei der Wanddenkmäler stehen unter Fenstern im Langhaus und eines über der Sakristeitür. Sie erinnern an die in St. Cäcilia bestatteten Angehörigen des Hauses Schönborn, Johann Erwin Graf von Schönborn, Reichelsberg und Heusenstamm, Maria Anna, Gräfin von Schönborn, Anna Magdalena, Baronin von Walbott, Herrin von und zu Bassenheim. Aus Kostengründen wurden einst Arme und Beine aus Gips ergänzt und, damit dies nicht auffiel, mit grauer Farbe angestrichen.

Zurzeit wird die Farbe entfernt, wieder schwarzer Marmor eingesetzt und mit feinstem Alabaster die Putten und Wappen gestaltet. Ferner reinigt eine Fachfirma die von den Förderern angeschafften Lüster. Margraf konnte auch die Gemeinde für die Öffnung der Krypta gewinnen: "Heusenstamm hat die wunderbare Barockkirche den Schönborns zu verdanken, die sie als Begräbniskirche nutzten." Dies gelte es in Dankbarkeit zu respektieren. "Gräber sollte jeder besuchen können um zu beten und zu danken oder Zwiesprache zu halten."

Die Restaurierung der sechs Messingleuchter in Höhe von etwa 6 000 Mark, so der Geschäftsführer, wolle die Sparkasse übernehmen. Auch sie wurden irgendwann laienhaft repariert, mit Zinn verlötet und mit Zapponlack überzogen. Auch das Außengelände von St. Cäcilia soll mit einer Nachbildung der nach Himmelskron verbrachten Kreuzigungsgruppe umgeformt werden. Im Jahr 2000 gab "Vox Vivendi" ein Kammerkonzert, der Motettenchor aus Frankfurt die Deutsche Messe von Schubert neben Orgelkonzerten und Turmfest.


Foto: Michael

"Keine Riesenaufgaben, keine Riesenspenden mehr", fasste der Vorstand des Fördervereins die Situation zusammen. Zu zahlreichen Konzerten und einer Trierfahrt soll 2001 aber auch das Turm fest wieder mit der Kirchengemeinde ausgerichtet werden. Eine Führung stellt am 25. April die Deckengemälde vor, Pfarrer-Kabarett und Gospel-Konzert sollen im November folgen. In der Jahreshauptversammlung bestätigten die Mitglieder (von links) den zweiten Geschäftsführer Jürgen Blumenberg, Beisitzer Frank Thomas, den Geschäftsführer Herbert Margraf und Schriftführerin Sixta Thomas. Erster Vorsitzender kraft Amtes ist Pfarrer Thomas Knedelhans, Theo Murmann Rechnungsprüfer und Arnold Senn neuer Beisitzer.

Mitteilung vom:
erschienen in:

21.03.2001
Offenbach Post


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