Neuer Glanz in der Barockkirche
Förderverein: Schwarzer Marmor und feinster Alabaster zu Gospel und Motetten |
Heusenstamm (M.)
Bauliche und musikalische Pläne verwirklichte der "Förderverein Balthasar Neumann
Kirche St. Cäcilia" im Jahr 2000 in beachtlichem Umfang. Von den Projekten
berichtete Herbert Margraf bei der Jahreshauptversammlung am Montagabend im Pfarrheim.
Dort wählten die 20 anwesenden Mitglieder mit dem geschäftsführenden Vorsitzenden auch
alle weiteren Amtsinhaber im Vorstand neu. Erster Vorsitzender bleibt Pfarrer Thomas
Knedelhans kraft Amtes, der den Verein zur "Kulturstütze in der Stadt"
entwickelt sieht.
Er zahlt die Erneuerung der Epitaphien in der Pfarrkirche, zwei der Wanddenkmäler stehen
unter Fenstern im Langhaus und eines über der Sakristeitür. Sie erinnern an die in St.
Cäcilia bestatteten Angehörigen des Hauses Schönborn, Johann Erwin Graf von Schönborn,
Reichelsberg und Heusenstamm, Maria Anna, Gräfin von Schönborn, Anna Magdalena, Baronin
von Walbott, Herrin von und zu Bassenheim. Aus Kostengründen wurden einst Arme und Beine
aus Gips ergänzt und, damit dies nicht auffiel, mit grauer Farbe angestrichen.
Zurzeit wird die Farbe entfernt, wieder schwarzer Marmor eingesetzt und mit feinstem
Alabaster die Putten und Wappen gestaltet. Ferner reinigt eine Fachfirma die von den
Förderern angeschafften Lüster. Margraf konnte auch die Gemeinde für die Öffnung der
Krypta gewinnen: "Heusenstamm hat die wunderbare Barockkirche den Schönborns zu
verdanken, die sie als Begräbniskirche nutzten." Dies gelte es in Dankbarkeit zu
respektieren. "Gräber sollte jeder besuchen können um zu beten und zu danken oder
Zwiesprache zu halten."
Die Restaurierung der sechs Messingleuchter in Höhe von etwa 6 000 Mark, so der
Geschäftsführer, wolle die Sparkasse übernehmen. Auch sie wurden irgendwann laienhaft
repariert, mit Zinn verlötet und mit Zapponlack überzogen. Auch das Außengelände von
St. Cäcilia soll mit einer Nachbildung der nach Himmelskron verbrachten Kreuzigungsgruppe
umgeformt werden. Im Jahr 2000 gab "Vox Vivendi" ein Kammerkonzert, der
Motettenchor aus Frankfurt die Deutsche Messe von Schubert neben Orgelkonzerten und
Turmfest.
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Foto: Michael
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"Keine
Riesenaufgaben, keine Riesenspenden mehr", fasste der Vorstand des Fördervereins die
Situation zusammen. Zu zahlreichen Konzerten und einer Trierfahrt soll 2001 aber auch das
Turm fest wieder mit der Kirchengemeinde ausgerichtet werden. Eine Führung stellt am 25.
April die Deckengemälde vor, Pfarrer-Kabarett und Gospel-Konzert sollen im November
folgen. In der Jahreshauptversammlung bestätigten die Mitglieder (von links) den zweiten
Geschäftsführer Jürgen Blumenberg, Beisitzer Frank Thomas, den Geschäftsführer
Herbert Margraf und Schriftführerin Sixta Thomas. Erster Vorsitzender kraft Amtes ist
Pfarrer Thomas Knedelhans, Theo Murmann Rechnungsprüfer und Arnold Senn neuer Beisitzer.
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Mitteilung vom:
erschienen in: |
21.03.2001
Offenbach Post |
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