Trockenzeit im Pfarrkeller
Bisher unbekannten Raum entdeckt |
Heusenstamm (mcr) - Die Beseitigung des Wasserschadens im Pfarrhaus-Keller und in der
Krypta der St. Cäcilia-Kirche wird vermutlich mehr als 10 000 Mark kosten. Herbert
Margraf, geschäftsführender Vorstand des Fördervereins, berichtete gestern auf Anfrage
unserer Zeitung, "dass im Nachhinein doch eine ganze Menge repariert werden
muss."
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"Seit dem Unfall haben wir noch mehrmals Wasser rausgepumpt. Einen Tag später war
auch nochmals die Feuerwehr da." Wie berichtet, hatte ein abgeplatzter Schlauch an
der Heizungsanlage den separat zugänglichen Keller des Pfarrhauses und - über einen
unterirdischen Schacht - die Krypta der Kirche geflutet.
Mit Tauchpumpen wurde das Nass in den ersten Tagen beseitigt. Dabei stellte der
Zivildienstleistende Marcel Frank bei einer "Bekriechung" fest, dass der etwas
abfallende Verbindungsgang zwischen Keller und Grabkammer nicht auf der ganzen Strecke
gleich ist, sondern immer breiter wird, eine Kurve beschreibt und in einen kleinen Raum
mündet, in dem man fast aufrecht stehen kann. Margraf: "Das haben wir nicht
gewusst." Mittlerweile sei fast das ganze Wasser beseitigt und die von einer
Fachfirma mit Hilfe der Stadt aufgestellten Trocknungsgeräte könnten ihren Dienst tun.
Alleine das koste 5 000 Mark. Jetzt werde es schätzungsweise noch zwei Wochen dauern, bis
alles trocken ist.
Zu tun bleibt genug. Der Heizkessel habe unter Wasser gestanden, müsse gewartet werden.
Und der Brenner sei nun dermaßen defekt, dass er ausgetauscht werden muss. Erstaunlich:
"Der Elektroanschluss im Keller, an dem das gesamte Pfarrhaus hängt, stand komplett
unter Wasser und hat sich gewissermaßen als Tauchsieder betätigt. Das Wasser wurde
erwärmt und Plastikteile sind angeschmort."
Als Ursache für den Unfall vermutet die Kirchengemeinde, dass die Heizungsfirma bei der
jüngsten Wartung am 24. April den später auslaufenden Hahn nicht vollständig zugedreht
hat, so dass er unter Druck stand. Der Schlauch platzte ab, das Malheur war perfekt. Diese
Vermutung wurde der Heizungsfirma schriftlich mitgeteilt. Die Reaktion hat Margraf schon
erhalten und ist nun gespannt, ob eine Haftpflichtversicherung für den Schaden aufkommen
wird. "Ob wir uns streiten müssen, weiß ich nicht. Ich hoffe eigentlich
nicht."
Ob die Löcher, die gleich nach dem Unfall zur Entwässerung in die Sarkophage der Krypta
gebohrt wurden, wieder beseitigt werden, stehe noch nicht fest. Für den Luftaustausch
wäre es nicht schlecht, die relativ unauffälligen Löcher zu lassen, wo sie sind. Aber
das müsse natürlich mit dem Bischöflichen Ordinariat abgestimmt werden. Die
eingemauerten Särge selbst seien Experten zufolge vermutlich mit einer Zinkummantelung
ausgestattet und hätten keinen Schaden genommen.
Noch in diesem Jahr soll die neue Abdeckplatte für den Krypta-Zugang vorm Altarraum
fertig werden. Der Künstler Philipp Schönborn hat den Entwurf geliefert und wird nun
Handwerker mit der Ausführung beauftragen. Zwischen ihm und Hermann Gradinger, der
ebenfalls einen Entwurf vorgelegt hatte und der die Platte nun eigentlich anfertigen
sollte, gab es keine Einigung. Dieser Plan sei aufgegeben worden, aber, sagt Margraf,
"sie gingen in Freundschaft auseinander."
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Foto: Reinsch
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Noch in diesem Jahr soll die
neue Abdeckplatte für den Krypta-Zugang vorm Altarraum in der St. Cäcilia-Kirche fertig
werden. Philipp Schönborn hat den Entwurf geliefert und wird nun Handwerker beauftragen.
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Mitteilung vom:
erschienen in: |
17.05.2001
Offenbach Post |
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