Pressemitteilungen

Stand 17. Mai. 2001

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Trockenzeit im Pfarrkeller

Bisher unbekannten Raum entdeckt

Heusenstamm (mcr) - Die Beseitigung des Wasserschadens im Pfarrhaus-Keller und in der Krypta der St. Cäcilia-Kirche wird vermutlich mehr als 10 000 Mark kosten. Herbert Margraf, geschäftsführender Vorstand des Fördervereins, berichtete gestern auf Anfrage unserer Zeitung, "dass im Nachhinein doch eine ganze Menge repariert werden muss."

"Seit dem Unfall haben wir noch mehrmals Wasser rausgepumpt. Einen Tag später war auch nochmals die Feuerwehr da." Wie berichtet, hatte ein abgeplatzter Schlauch an der Heizungsanlage den separat zugänglichen Keller des Pfarrhauses und - über einen unterirdischen Schacht - die Krypta der Kirche geflutet.
Mit Tauchpumpen wurde das Nass in den ersten Tagen beseitigt. Dabei stellte der Zivildienstleistende Marcel Frank bei einer "Bekriechung" fest, dass der etwas abfallende Verbindungsgang zwischen Keller und Grabkammer nicht auf der ganzen Strecke gleich ist, sondern immer breiter wird, eine Kurve beschreibt und in einen kleinen Raum mündet, in dem man fast aufrecht stehen kann. Margraf: "Das haben wir nicht gewusst." Mittlerweile sei fast das ganze Wasser beseitigt und die von einer Fachfirma mit Hilfe der Stadt aufgestellten Trocknungsgeräte könnten ihren Dienst tun. Alleine das koste 5 000 Mark. Jetzt werde es schätzungsweise noch zwei Wochen dauern, bis alles trocken ist.
Zu tun bleibt genug. Der Heizkessel habe unter Wasser gestanden, müsse gewartet werden. Und der Brenner sei nun dermaßen defekt, dass er ausgetauscht werden muss. Erstaunlich: "Der Elektroanschluss im Keller, an dem das gesamte Pfarrhaus hängt, stand komplett unter Wasser und hat sich gewissermaßen als Tauchsieder betätigt. Das Wasser wurde erwärmt und Plastikteile sind angeschmort."
Als Ursache für den Unfall vermutet die Kirchengemeinde, dass die Heizungsfirma bei der jüngsten Wartung am 24. April den später auslaufenden Hahn nicht vollständig zugedreht hat, so dass er unter Druck stand. Der Schlauch platzte ab, das Malheur war perfekt. Diese Vermutung wurde der Heizungsfirma schriftlich mitgeteilt. Die Reaktion hat Margraf schon erhalten und ist nun gespannt, ob eine Haftpflichtversicherung für den Schaden aufkommen wird. "Ob wir uns streiten müssen, weiß ich nicht. Ich hoffe eigentlich nicht."
Ob die Löcher, die gleich nach dem Unfall zur Entwässerung in die Sarkophage der Krypta gebohrt wurden, wieder beseitigt werden, stehe noch nicht fest. Für den Luftaustausch wäre es nicht schlecht, die relativ unauffälligen Löcher zu lassen, wo sie sind. Aber das müsse natürlich mit dem Bischöflichen Ordinariat abgestimmt werden. Die eingemauerten Särge selbst seien Experten zufolge vermutlich mit einer Zinkummantelung ausgestattet und hätten keinen Schaden genommen.
Noch in diesem Jahr soll die neue Abdeckplatte für den Krypta-Zugang vorm Altarraum fertig werden. Der Künstler Philipp Schönborn hat den Entwurf geliefert und wird nun Handwerker mit der Ausführung beauftragen. Zwischen ihm und Hermann Gradinger, der ebenfalls einen Entwurf vorgelegt hatte und der die Platte nun eigentlich anfertigen sollte, gab es keine Einigung. Dieser Plan sei aufgegeben worden, aber, sagt Margraf, "sie gingen in Freundschaft auseinander."



Foto: Reinsch

Noch in diesem Jahr soll die neue Abdeckplatte für den Krypta-Zugang vorm Altarraum in der St. Cäcilia-Kirche fertig werden. Philipp Schönborn hat den Entwurf geliefert und wird nun Handwerker beauftragen.

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erschienen in:

17.05.2001
Offenbach Post


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