Land will in die neue Zeit geführt werden
St. Cäcilia: Pater May zeigt Missionen auf Sumba |
Heusenstamm (M.) Allein die Insel Sumba entspricht der Hälfte der Fläche Hessens. Ihre
Bewohner leben allerdings noch mit einer steinzeitlichen Kultur, kommentierte der
Missionspater Karlheinz May. Er arbeitet seit vielen Jahren im Auftrag der Kongregation
der Redemptoristen in Bonn. Seine Schulzeit teilte er dort mit dem heutigen zweiten
Vorsitzenden des Gemeinderats von St. Cäcilia, Herbert Margraf. Auf seine Initiative hin
unterstützen zahlreiche Katholiken Projekte des Ordens auf dem indonesischen Eiland mit
rund 15 000 Mark im Jahr.
Damit wird Reis für Hungernde gekauft, die Versorgung Kranker sichergestellt, Bäume
gepflanzt und Selbsthilfegruppen finanziert. Mit nur 1000 Mark, riet May Hilfewilligen,
könne ein Brunnen für ein Dorf gebohrt werden, der nachhaltig zur Verbesserung der
hygienischen Bedingungen beitrage. Denn "Mission meint den ganzen Menschen"
betont der Pater. "Wir können dort keine Parolen kloppen, Versprechen müssen in die
Tat umgesetzt werden!" Und das vielfältige Engagement der weißen Männer unterm
Kreuz scheint die Menschen zu überzeugen.
Begierig saugen Mädchen und Frauen die Informationen der Mütterberatung und
Hauswirtschaftsschule auf. "Niemand will und kann die Sumbanesen von dieser
Entwicklung abschotten - sie ist kein bedauerlicher Prozess", stellt der Gast fest,
"sondern ein faszinierender Vorgang, ähnlich wie die Christianisierung
Europas". Zugleich beeinflussen die neuen Christen mit Tänzen und Gesängen die
Gottesdienste, schilderte der Pater mit seinen Dias. Bislang schränkt die Mentalität den
Technikgebrauch ein, doch "sie wollen in die neue Zeit begleitet werden".
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Foto: Michael |
"Sie sehen, dass es Leuten woanders besser geht", verficht Pater Karlheinz May
den Fortschritt auf der zu Indonesien gehörenden Insel Sumba. Jährlich wächst der
Anteil der katholischen Bevölkerung um fünf bis acht Prozent, was auf den fortlaufenden
Missionsprozess hinweise.
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Mitteilung vom:
erschienen in: |
22.05.2001
Offenbach Post |
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