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Stand 26. Mai. 2001

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"Ohne Himmelfahrt ließen sich neue Chancen nicht erkennen"


St. Cäcilia und Mariä Opferung: Diakon Wolfgang Habdank im Amt eingeführt

Heusenstamm (M.) - Christi Himmelfahrt bildete für die Katholiken der Gemeinden St. Cäcilia und Mariä Opferung diesmal nicht nur den Anlass für einen arbeitsfreien Donnerstag. Pfarrer Thomas Knedelhans verknüpfte mit dem Motiv dieses Feiertags einen Neuanfang, der sich auch den beiden Pfarreien und der Familie Habdank eröffnet. Wolfgang Habdank heißt nämlich der Diakon, der offiziell zum 1. Mai von der Lämmerspieler St. Lucia-Kirche nach Heusenstamm wechselte. "Männer und Frauen von Lämmerspiel, was guckt ihr nach vorne und seht keinen Diakon!"
Knedelhans verglich in dem Festgottesdienst vor der Alten Schule im Stadtteil Rembrücken Habdanks Weggang mit der Erfahrung der Jünger bei Jesu Abschied: "Es ist gut für euch - sonst könnt ihr neue Chancen nicht erkennen." Auch in der Schlossstadt wirkte dieser "Schock des Verlusts" bereits, erinnerte der Pfarrer an das Ausscheiden seines Vorgängers oder die Schließung einer nahen Einkaufsquelle. Jesus musste gehen, sonst würde "sein Beistand, der heilige Geist, nicht wirken können", erläuterte der Seelsorger unter strahlend blauen Himmel in der Hauptstraße. Pfarrer Rupert Lammert leitete einen Fußmarsch ab Martinsee dorthin und gab unterwegs geistliche Impulse. Sein Kollege Knedelhans erläuterte am Ziel, dass Habdank weder das einjährige Diakonat als Vorbereitung auf das Priesteramt noch den nebenberuflichen Diakon wie der mitfeiernde Erich Koßmann aus der Pfarrei Weiskirchen-Hainhausen repräsentiere. Eigentlich sei für seine Gemeinden nur eine halbe Stelle zu vergeben, doch, "es gibt nun mal keine halben Diakone". Außerdem warte ein voller Terminkalender auf die neue hauptamtliche Kraft.
Als Zeichen für die Aufgabe als "Verkünder des Wortes" überreichte Knedelhans dem Mitarbeiter das Evangeliar. In der fünften Klasse werde er Religionsstunden geben, Erstkommunion- und Firmvorbereitung leiten. Mit "Liturgia" sind Taufen, Trauungen, Beerdigungen sowie Wortgottesdienste gemeint, "Diakonia" beschreibt seine Einsätze in Seniorenseelsorge und pastoraler Begleitung Angestellter, auch die Notfallseelsorge. Dekan Johannes Schmitt-Helfferich überreichte das bischöfliche Dekret für die neue Stelle mit den Worten: "Der Pfarrer hat eine Hilfe verdient".


Foto: Michael

Wolfgang Habdank (links), neuer Diakon in der Schlossstadt, nahm aus den Händen von Pfarrer Thomas Knedelhans als Zeichen der Beauftragung das Evangeliar entgegen. Nach dem Gottesdienst hatten die Christen aus allen drei katholischen Gemeinden Gelegenheit, beim Picknick hinter der Rembrücker Kirche dem „Neuen“ zu begegnen. Als „säkulares Zeichen“ seiner Amtseinführung zapfte der Vater von vier Kindern im Alter zwischen 23 und zwölf Jahren ein kühles Blondes. Zusammen mit Ehefrau Silvia sucht Habdank noch eine große Wohnung oder ein Haus in Heusenstamm zu mieten.

Mitteilung vom:
erschienen in:

26.05.2001
Offenbach Post


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