"Ohne Himmelfahrt ließen sich neue Chancen nicht erkennen"
St. Cäcilia und Mariä Opferung: Diakon Wolfgang Habdank im Amt eingeführt |
Heusenstamm (M.) - Christi Himmelfahrt bildete für die Katholiken der Gemeinden St.
Cäcilia und Mariä Opferung diesmal nicht nur den Anlass für einen arbeitsfreien
Donnerstag. Pfarrer Thomas Knedelhans verknüpfte mit dem Motiv dieses Feiertags einen
Neuanfang, der sich auch den beiden Pfarreien und der Familie Habdank eröffnet. Wolfgang
Habdank heißt nämlich der Diakon, der offiziell zum 1. Mai von der Lämmerspieler St.
Lucia-Kirche nach Heusenstamm wechselte. "Männer und Frauen von Lämmerspiel, was
guckt ihr nach vorne und seht keinen Diakon!"
Knedelhans verglich in dem Festgottesdienst vor der Alten Schule im Stadtteil Rembrücken
Habdanks Weggang mit der Erfahrung der Jünger bei Jesu Abschied: "Es ist gut für
euch - sonst könnt ihr neue Chancen nicht erkennen." Auch in der Schlossstadt wirkte
dieser "Schock des Verlusts" bereits, erinnerte der Pfarrer an das Ausscheiden
seines Vorgängers oder die Schließung einer nahen Einkaufsquelle. Jesus musste gehen,
sonst würde "sein Beistand, der heilige Geist, nicht wirken können",
erläuterte der Seelsorger unter strahlend blauen Himmel in der Hauptstraße. Pfarrer
Rupert Lammert leitete einen Fußmarsch ab Martinsee dorthin und gab unterwegs geistliche
Impulse. Sein Kollege Knedelhans erläuterte am Ziel, dass Habdank weder das einjährige
Diakonat als Vorbereitung auf das Priesteramt noch den nebenberuflichen Diakon wie der
mitfeiernde Erich Koßmann aus der Pfarrei Weiskirchen-Hainhausen repräsentiere.
Eigentlich sei für seine Gemeinden nur eine halbe Stelle zu vergeben, doch, "es gibt
nun mal keine halben Diakone". Außerdem warte ein voller Terminkalender auf die neue
hauptamtliche Kraft.
Als Zeichen für die Aufgabe als "Verkünder des Wortes" überreichte Knedelhans
dem Mitarbeiter das Evangeliar. In der fünften Klasse werde er Religionsstunden geben,
Erstkommunion- und Firmvorbereitung leiten. Mit "Liturgia" sind Taufen,
Trauungen, Beerdigungen sowie Wortgottesdienste gemeint, "Diakonia" beschreibt
seine Einsätze in Seniorenseelsorge und pastoraler Begleitung Angestellter, auch die
Notfallseelsorge. Dekan Johannes Schmitt-Helfferich überreichte das bischöfliche Dekret
für die neue Stelle mit den Worten: "Der Pfarrer hat eine Hilfe verdient".
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Foto: Michael |
| Wolfgang Habdank (links), neuer
Diakon in der Schlossstadt, nahm aus den Händen von Pfarrer Thomas Knedelhans als Zeichen
der Beauftragung das Evangeliar entgegen. Nach dem Gottesdienst hatten die Christen aus
allen drei katholischen Gemeinden Gelegenheit, beim Picknick hinter der Rembrücker Kirche
dem Neuen zu begegnen. Als säkulares Zeichen seiner
Amtseinführung zapfte der Vater von vier Kindern im Alter zwischen 23 und zwölf Jahren
ein kühles Blondes. Zusammen mit Ehefrau Silvia sucht Habdank noch eine große Wohnung
oder ein Haus in Heusenstamm zu mieten. |
Mitteilung vom:
erschienen in: |
26.05.2001
Offenbach Post |
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