Lebendiges Zeichen für Entwicklung
Katholische Kirchengemeinde St. Cäcilia: Neuer Gebäudetrakt im Pfarrhof soll Stil wahren |
Heusenstamm (M.) -
Im Mai begannen in der katholischen Kirchengemeinde St Cäcilia Bauarbeiten, mit denen
sich vorübergehend eine völlig neue Perspektive aufs historische Pfarrhaus eröffnete:
Seit dem Abriss der zwei alten Garagen ist der Blick zum Pfarrheim frei. Das soll jedoch
nicht so bleiben; der Architekt Joachim Oppermann erläuterte die Pläne, mit denen die
Pfarrei sich weitere Abstellmöglichkeiten schaffen will.
Während einige Bäume und Buschwerk der Maßnahme weichen mussten, legte der Baumeister
Wert auf den Erhalt der Bruchsteinmauer an der Einfahrt in den Pfarrhof. Der Fachmann
sieht in ihr ein "lebendiges Zeichen für die Entwicklung" des Ortes. Herkunft,
Stärke und Bearbeitung der Steine ließen verschiedene Epochen erkennen. So fänden sich
im Sockel andere Teile als im oberen Bereich, erläuterte Oppermann.
Er betonte in den Vorgesprächen mit Pfarrgemeinde- sowie Verwaltungsrat sein Anliegen,
auch hinsichtlich der Belange des Denkmalschutzes das Projekt in das bestehende Ensemble
"behutsam zu integrieren". Das bedeutet, die "vorhandenen Stilelemente
weiterführen", zugleich aber beispielsweise auch den strengen Auflagen des
Brandschutzes zu genügen. Mit dem erarbeiteten Kompromiss zeigen sich alle Seiten
zufrieden.
Demnach entstehen gegenüber dem Eingang ins Pfarrbüro drei Autoabstellplätze und eine
ebenerdige Abstellfläche. Hier könne schweres oder schlecht transportierbares Inventar
untergebracht werden. Eine zweite Ebene soll Räume für längerfristig nicht benötigtes
Material beherbergen, lautet der Wunsch der Räte. Das Ganze geschieht hinter einer
zeitgemäßen Fachwerkkonstruktion, führte der beauftragte Planer aus.
Bedeckt wird der Anbau von einem so genannten Pultdach mit einer Schräge zum Hof hin und
Biberschwanzschindeln darauf, die auch die umliegenden Gebäude tragen. Die Parkplätze,
schlägt der Architekt vor, ließen sich multifunktional auch als Pavillon oder Bühne bei
Festen nutzen. Dabei könnte der offene Laubengang unter dem Vordach im Obergeschoss
illuminiert werden. Bis Herbst soll das Bauwerk fertig sein.
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Foto: Michael |
| Freier Blick aufs Pfarrhaus - aber nicht mehr lange: Bereits
im Juli soll das Erdgeschoss des mulitfunktionalen Anbaus am Pfarrhof fertiggestellt sein.
Er wird sich durch die Einbeziehung der Bruchsteinmauer (in Bild) sowie Fachwerk und
Laubengang in das vorhandene Ensemble einpassen, so der Architekt. |
Mitteilung vom:
erschienen in: |
30.06.2001
Offenbach Post |
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