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Stand 30. Juni. 2001

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Lebendiges Zeichen für Entwicklung


Katholische Kirchengemeinde St. Cäcilia: Neuer Gebäudetrakt im Pfarrhof soll Stil wahren
Heusenstamm (M.) - Im Mai begannen in der katholischen Kirchengemeinde St Cäcilia Bauarbeiten, mit denen sich vorübergehend eine völlig neue Perspektive aufs historische Pfarrhaus eröffnete: Seit dem Abriss der zwei alten Garagen ist der Blick zum Pfarrheim frei. Das soll jedoch nicht so bleiben; der Architekt Joachim Oppermann erläuterte die Pläne, mit denen die Pfarrei sich weitere Abstellmöglichkeiten schaffen will.
Während einige Bäume und Buschwerk der Maßnahme weichen mussten, legte der Baumeister Wert auf den Erhalt der Bruchsteinmauer an der Einfahrt in den Pfarrhof. Der Fachmann sieht in ihr ein "lebendiges Zeichen für die Entwicklung" des Ortes. Herkunft, Stärke und Bearbeitung der Steine ließen verschiedene Epochen erkennen. So fänden sich im Sockel andere Teile als im oberen Bereich, erläuterte Oppermann.
Er betonte in den Vorgesprächen mit Pfarrgemeinde- sowie Verwaltungsrat sein Anliegen, auch hinsichtlich der Belange des Denkmalschutzes das Projekt in das bestehende Ensemble "behutsam zu integrieren". Das bedeutet, die "vorhandenen Stilelemente weiterführen", zugleich aber beispielsweise auch den strengen Auflagen des Brandschutzes zu genügen. Mit dem erarbeiteten Kompromiss zeigen sich alle Seiten zufrieden.
Demnach entstehen gegenüber dem Eingang ins Pfarrbüro drei Autoabstellplätze und eine ebenerdige Abstellfläche. Hier könne schweres oder schlecht transportierbares Inventar untergebracht werden. Eine zweite Ebene soll Räume für längerfristig nicht benötigtes Material beherbergen, lautet der Wunsch der Räte. Das Ganze geschieht hinter einer zeitgemäßen Fachwerkkonstruktion, führte der beauftragte Planer aus.
Bedeckt wird der Anbau von einem so genannten Pultdach mit einer Schräge zum Hof hin und Biberschwanzschindeln darauf, die auch die umliegenden Gebäude tragen. Die Parkplätze, schlägt der Architekt vor, ließen sich multifunktional auch als Pavillon oder Bühne bei Festen nutzen. Dabei könnte der offene Laubengang unter dem Vordach im Obergeschoss illuminiert werden. Bis Herbst soll das Bauwerk fertig sein.

 

Foto: Michael

Freier Blick aufs Pfarrhaus - aber nicht mehr lange: Bereits im Juli soll das Erdgeschoss des mulitfunktionalen Anbaus am Pfarrhof fertiggestellt sein. Er wird sich durch die Einbeziehung der Bruchsteinmauer (in Bild) sowie Fachwerk und Laubengang in das vorhandene Ensemble einpassen, so der Architekt.

Mitteilung vom:
erschienen in:

30.06.2001
Offenbach Post


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