WER IST MEIN NÄCHSTER, fragte Pfarrer Willi Scherbaum im gemeinsamen Gottesdienst der
drei katholischen Pfarreien der Stadt. Mehr als 500 Christen feierten am Sonntagmorgen mit
und ohne Regenschirm Eucharistie im Schlosshof. Der Gastprediger kritisierte, dass man
Menschen, die Hilfe benötigen, oft schon im Geiste und verbal abweise: "Den kann ich
nicht riechen" "den mach ich fertig" oder "der ist für mich
gestorben" laute die Ablehnung dann möglicherweise. Manchmal verweigere man sich
auch durch Schweigen. Ganz anders der Männerchor der Sängervereinigung, der die Messe
stimmgewaltig mitgestaltete. Die Aktiven prägten die heimische Kulturlandschaft mit. Das
gelinge auch dem Gelben Haus in Offenbach, das arbeitslose Jugendliche beschäftige,
Holzanhänger und Fische für das Fest beitrug. |