Heusenstamm (M.) - Stirnrunzeln und fragende Blicke löst diese Gattung zuweilen aus. Wer
nicht zu den regelmäßigen Besuchern von Jugendmessen zählt, kann mit dem Begriff
Sacro-Pop zumeist nichts rechtes anfangen. Eine gute Idee also, die Gattung aus dem
kirchlichen Raum in die Öffentlichkeit am Bannturm zu bringen. Unter dem Motto
"Gospel meets pop" erreichten die beteiligten Bands auch einige weniger eifrige
Kirchgänger, die sich am Freitagabend von den flotten Liedern begeistern ließen.
Der Auftakt vor einer großen Zuschauerkulisse lag in den Händen der Band von St.
Cäcilia. In "Promised land", zu deutsch "das versprochene
Land", spielen Jugendliche die bereits aus dem Gottesdienstraum bekannten Songs neben
eigenen Werken. Peter Janssens, Rheinländer und musikalisches Multitalent, brachte Anfang
der 70er Jahre Schwung in das verstaubte Repertoire der Liturgie. Ein ähnliches Anliegen
verfolgte der Himmelskron-Seelsorger Rupert Lammert mit seiner Initiative im Advent 1992.
Der Pfarrer hegte lange schon den Wunsch, mal "eine andere Mette zu, feiern".
Mit Flöten, Keyboard, Schlagzeug, Gitarren und anderen Instrumenten studierten einige
junge Christen mitreißende Melodien - jetzt gestalten sie als "Insigna" Feiern
in der gesamten Region. Auch auf der Bühne des Kultursommers erreichten sie, dass ihre
Zuhörer ihrer, Einladung zu Bewegungen im Takt folgten. Zwischen den Sacro-Pop-Kapellen
zelebrierten die "Altstadt-Lerchen" vielstimmige, exakte Gospel-Rhythmen.

Foto: Michael |
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