Schönborn-Nachfahre entwirft neue Klappe
Förderverein St. Cäcilia: Neue Abdeckplatte für
die Krypta
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Heusenstamm (M.) - Wassermassen, wie sie Mitte Mai aus Heizungsrohren eindrangen, sollen
nach Möglichkeit draußen bleiben. Interessierten Kirchenbesuchern hingegen möchte der
Förderverein der Balthasar-Neumann-Kirche St. Cäcilia Heusenstamm den Zugang zur Krypta
unter dem Altarraum eröffnen.
Derzeit entsteht eine dem Stil des Gotteshauses angepasste Abdeckplatte, die der Münchner
Künstler Philipp Schönborn - ein Nachfahre der böhmischen Linie der Gräfin Maria
Theresia von Schönborn, anfertigt. Sein Entwurf einer Metallkonstruktion fand Zustimmung
in den Pfarrgremien, in vier Wochen soll das Werk montiert werden. Es ersetzt eine
provisorische Platte aus Pressspan, die momentan den Abgang verschließt. Am 18. September
soll die Neuerung im Mittelgang vorgestellt werden. Ursprünglich sollte das Projekt rund
25000 Mark kosten. Allein 5000 Mark hat die Familie Schönborn aus Wiesentheid bei
Würzburg zugesagt. Freude unter den Mitstreitern tief auch die Zusage aus dem Holz Land
Becker hervor -1000 Mark fließen aus der mit unserer Zeitung getragenen Aktion
"Klingelnde Vereinskasse" in das Vorhaben.
Neben Spenden sowie Jahresbeiträgen der 125 Mitglieder gewann der Erste Vorsitzende des
Fördervereins, Herbert Margraf, viele Neubürger und Mitbürger, die sich nicht zu der
katholischen Gemeinde zählen. "Sie sind wie wir stolz auf das Kulturgut St.
Cäcilia&". Es biete eine Identifikation mit der Heimatstadt. Gotteshäuser gelte
es, in einem "würdigen Zustand" zu bewahren, meint Margraf, da sich hier
"Himmel und Erde begegnen". Sixta Thomas, Schriftführerin im Vorstand,
beobachtete ein "Wir-Gefühl", für das sich die Bürger mit einem gemeinsamen
Ziel vor Augen engagieren.
In den abgelaufenen fünf Jahren seit ihrer Gründung realisierte die Gemeinschaft die
Erneuerung der so genannten Flammenvasen an der Kirchenfassade - die Originale stehen im
Schlossgarten. Die Nachbildungen sind, nun haltbarer. Liturgische Geräte und sechs
Barockleuchter wurden restauriert, ebenso Lüster im Kirchenschiff. Die Epitaphien, Tafeln
über Grabmälern, erhielten eine schützende Oberfläche aus Alabastermarmor. Als
nächstes soll eine Kreuzigungsgruppe hinter St. Cäcilia aufgestellt werden. Hier befand
sich einst der Friedhof.

Foto: Michael |
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| Noch hebt Herbert Margraf eine
Spanplatte an, um den Zugang zur Krypta zu öffnen, bald schon eine Metall-Abdeckung. |
Mitteilung vom:
erschienen in: |
18.08.2001
Offenbach Post |
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