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Stand 19. August 2001

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Schönborn-Nachfahre entwirft neue Klappe


Förderverein St. Cäcilia: Neue Abdeckplatte für die Krypta

Heusenstamm (M.) - Wassermassen, wie sie Mitte Mai aus Heizungsrohren eindrangen, sollen nach Möglichkeit draußen bleiben. Interessierten Kirchenbesuchern hingegen möchte der Förderverein der Balthasar-Neumann-Kirche St. Cäcilia Heusenstamm den Zugang zur Krypta unter dem Altarraum eröffnen.
Derzeit entsteht eine dem Stil des Gotteshauses angepasste Abdeckplatte, die der Münchner Künstler Philipp Schönborn - ein Nachfahre der böhmischen Linie der Gräfin Maria Theresia von Schönborn, anfertigt. Sein Entwurf einer Metallkonstruktion fand Zustimmung in den Pfarrgremien, in vier Wochen soll das Werk montiert werden. Es ersetzt eine provisorische Platte aus Pressspan, die momentan den Abgang verschließt. Am 18. September soll die Neuerung im Mittelgang vorgestellt werden. Ursprünglich sollte das Projekt rund 25000 Mark kosten. Allein 5000 Mark hat die Familie Schönborn aus Wiesentheid bei Würzburg zugesagt. Freude unter den Mitstreitern tief auch die Zusage aus dem Holz Land Becker hervor -1000 Mark fließen aus der mit unserer Zeitung getragenen Aktion "Klingelnde Vereinskasse" in das Vorhaben.
Neben Spenden sowie Jahresbeiträgen der 125 Mitglieder gewann der Erste Vorsitzende des Fördervereins, Herbert Margraf, viele Neubürger und Mitbürger, die sich nicht zu der katholischen Gemeinde zählen. "Sie sind wie wir stolz auf das Kulturgut St. Cäcilia&". Es biete eine Identifikation mit der Heimatstadt. Gotteshäuser gelte es, in einem "würdigen Zustand" zu bewahren, meint Margraf, da sich hier "Himmel und Erde begegnen". Sixta Thomas, Schriftführerin im Vorstand, beobachtete ein "Wir-Gefühl", für das sich die Bürger mit einem gemeinsamen Ziel vor Augen engagieren.
In den abgelaufenen fünf Jahren seit ihrer Gründung realisierte die Gemeinschaft die Erneuerung der so genannten Flammenvasen an der Kirchenfassade - die Originale stehen im Schlossgarten. Die Nachbildungen sind, nun haltbarer. Liturgische Geräte und sechs Barockleuchter wurden restauriert, ebenso Lüster im Kirchenschiff. Die Epitaphien, Tafeln über Grabmälern, erhielten eine schützende Oberfläche aus Alabastermarmor. Als nächstes soll eine Kreuzigungsgruppe hinter St. Cäcilia aufgestellt werden. Hier befand sich einst der Friedhof.

Foto: Michael

Noch hebt Herbert Margraf eine Spanplatte an, um den Zugang zur Krypta zu öffnen, bald schon eine Metall-Abdeckung.

 

Mitteilung vom:
erschienen in:

18.08.2001
Offenbach Post


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