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Stand 22. Sept. 2001

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Das Grab der Kirchenerbauer ist wieder zugänglich

St. Cäcilia feiert Wiedereröffnung der Krypta

Heusenstamm (mn) - Gestern schloss sich der Kreis einer langen Familiengeschichte: Der Münchner Künstler Philipp Schönborn legte selbst mit Hand an, um die von ihm entworfene Abdeckung der Begräbnisstätte der Familie von Schönborn unterhalb des Altars in der St. Cäcilia-Kirche einzusetzen. Die Übereinstimmung der Namen ist kein Zufall: Der 58-jährige Philipp Schönborn entstammt der böhmischen Linie des Adelsgeschlechtes, dass anno 1741 die Kirche St. Cäcilia als Begräbnisstätte der Familie in Heusenstamm erbauen ließ und dem die Stadt dieses einmalige Baudenkmal verdankt.
"Leider wurde der Zugang zum Grab in den 50er Jahren bis auf einen Lüftungsschacht zugemauert, als eine Heizung installiert wurde&", weiß Herbert Margraf, Vorsitzender des Fördervereins St. Cäcilia. Als vor vier Jahren die Kirche renoviert wurde, entschied man, die Krypta wieder zugänglich machen zu wollen. Bei der Wiedereröffnungsfeier im Dezember 1998 kam der Kontakt zu dem Künstler Philipp Schönborn zustande. Pfarrer Thomas Knedelhans nahm sich des Projektes wieder an, und vor einem halben Jahr erhielt Philipp Schönborn den Auftrag, eine Tür für die Krypta zu entwerfen. Mit der Ausfertigung war eine bayerische Firma betraut.
Die ein mal zwei Meter große Gitterkonstruktion aus Edelstahl, die die bisherige Holzplatte ersetzt, lässt sich durch einen Hydraulik-Dämpfer einfach öffnen und schließen. Als Inschrift wählte der Künstler den Familiennamen der Kirchenerbauer - der auch sein eigener ist. Die Lettern "SCHÖNBORN" und ein Kreuz sind zwischen den diagonalen Metallstreben der Gittertür eingebracht. "Da in dem Grab nur Schönborns liegen, schien mir der Name als, Inschrift besser als etwa ein Wappen&", so der Künstler. Etwa 30 000 Mark betragen die Kosten, die der Förderverein übernimmt.
Diesen Sonntag ab 20 Uhr feiert die Pfarrgemeinde mit einem Konzert die Eröffnung der Krypta mit Pfarrer Thomas Knedelhans in der Pfarrkirche. Regionalkantor Thomas Gabriel sorgt für die musikalische Gestaltung und Gemeinderatsvorsitzende Mechthild Schreiner und Herbert Margraf äußern Überlegungen zur Kryptaeröffnung.




Foto: Nau


Vereinte Kräfte waren gefragt, als gestern die neue kunstvoll als Edelstahl-Gitter gestaltete Krypta-Abdeckung auf den Eingang zum Schönborn-Grab in der St. Cäcilia-Kirche aufgesetzt wurde. Auch der Münchner Künstler Philipp Schönborn (links) fasste mit an. Am Sonntag feiert die Gemeinde die Eröffnung der Krypta mit einem Festgottestdienst, bei dem Regionalkantor Thomas Gabriel ein Orgelkonzert mit geistlichen Liedern geben wird.

Mitteilung vom:
erschienen in:

22.09.2001
Offenbach Post


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