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Stand 21. Febr. 2002

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Konzert mit Klanggewalt

Förderverein präsentierte Andächtiges in der St. Cäcilia-Kirche

Heusenstamm (schu) Die erste Abendmusik des Jahres in der Reihe der Förderverein-Konzerte war als Andacht gestaltet. Mit meditativen Texten und Gebeten stimmte Diakon Wolfgang Habdank auf die Fastenzeit ein. Als Musiker hatte der Förderverein des Organisten Markus Wilke und den Posaunisten Andreas Stein gewonnen, die zugunsten der Neugestaltung des Umgangs der Kirche auf ihr Honorar verzichteten.
Neben zwei Transkriptionen von Arien aus frühen Kantaten Johann Sebastian Bachs (“Erbarme dich” aus BWV 55 und “Welt ade”, ich bin dein müde” aus BWV 158) konnte man Werke seiner wenig bekannten Zeitgenossen Domenico della Bella und John Ernest Galliard sowie des italienischen Opernkomponisten Antonio Caldara kennen lernen. Obwohl die jeweils viersätzigen Sonaten sich an eine Standardform mit dem Wechsel Langsam-Schnell halten, bleibt dem Komponisten doch Raum für kleine Varianten - hier eine siziliana oder ein Staccato, dort eine Gigue. Die geschwinden Sätze überforderten gelegentlich die Möglichkeiten der Posaune. Doch gefiel Stein mit sauberem, sicherem Spiel und schlug sich tapfer auch durch die langatmigen Verschnörkelungen der Bach-Arien.
Neben der Klanggewalt der Posaune konnte die Orgel von St. Cäcilia nur schwer durchdringen. Wilke als zuverlässiger Begleiter behalf sich mit kostrastierender, heller Registrierung. Ein wirkungsvolles Finale, von dem Duo kantabel gespielt: das “Morceau Symphonique” von Alexandre Guilmant.

Fotos: Michael

Wohlgefällig und wohltätig: Organist Markus Wilke und Posaunist Andreas Stein verzichteten auf ihr Honorar.

Mitteilung vom:
erschienen in:

20.02.2002
Offenbach Post


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