Konzert mit Klanggewalt
Förderverein präsentierte Andächtiges in der St.
Cäcilia-Kirche
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Heusenstamm (schu) Die erste Abendmusik des Jahres in der Reihe der Förderverein-Konzerte
war als Andacht gestaltet. Mit meditativen Texten und Gebeten stimmte Diakon Wolfgang
Habdank auf die Fastenzeit ein. Als Musiker hatte der Förderverein des Organisten Markus
Wilke und den Posaunisten Andreas Stein gewonnen, die zugunsten der Neugestaltung des
Umgangs der Kirche auf ihr Honorar verzichteten.
Neben zwei Transkriptionen von Arien aus frühen Kantaten Johann Sebastian Bachs
(Erbarme dich aus BWV 55 und Welt ade, ich bin dein müde
aus BWV 158) konnte man Werke seiner wenig bekannten Zeitgenossen Domenico della Bella und
John Ernest Galliard sowie des italienischen Opernkomponisten Antonio Caldara kennen
lernen. Obwohl die jeweils viersätzigen Sonaten sich an eine Standardform mit dem Wechsel
Langsam-Schnell halten, bleibt dem Komponisten doch Raum für kleine Varianten - hier eine
siziliana oder ein Staccato, dort eine Gigue. Die geschwinden Sätze überforderten
gelegentlich die Möglichkeiten der Posaune. Doch gefiel Stein mit sauberem, sicherem
Spiel und schlug sich tapfer auch durch die langatmigen Verschnörkelungen der Bach-Arien.
Neben der Klanggewalt der Posaune konnte die Orgel von St. Cäcilia nur schwer
durchdringen. Wilke als zuverlässiger Begleiter behalf sich mit kostrastierender, heller
Registrierung. Ein wirkungsvolles Finale, von dem Duo kantabel gespielt: das Morceau
Symphonique von Alexandre Guilmant.
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Fotos: Michael
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| Wohlgefällig und
wohltätig: Organist Markus Wilke und Posaunist Andreas Stein verzichteten auf ihr
Honorar. |
Mitteilung vom:
erschienen in: |
20.02.2002
Offenbach Post |
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