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Stand 29. März 2002

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Förderung rund um den Globus

Katholische Pfarrgemeinde St. Cäcilia: Mehr als 3.OO0 Euro für fünf Hilfsprojekte

Heusenstamm (M.) • Susanne Kayser weiß, wofür sie kämpft. Vor zwei Jahren schipperte die damals schon 80-Jährige 15 Tage in einem klapprigen Boot mit einem 25-PS-Motor durch den Kongo, berichtet sie detailliert, als erzählte sie von einer Kaffeefahrt. Ihr Ziel war die Diözese Inongo und Bischof Leon Lesambo, der als Fels in der Brandung des 20 Jahre währenden Bürgerkriegs seinen Landsleuten beisteht. Das tut auch die rüstige Heusenstammenn, die von ihrer Gemeinde St. Cäcilia aus die Projekte des Gottesmannes nach Kräften unterstützt.
Die Ausbildung von Priestern, Schwestern, Katecheten und Pflegern auf dem “vergessenen Kontinent”, wie Susanne Kayser sagt, ist eines von fünf Projekten, die kontinuierlich von Gläubigen der Pfarrei unterstützt werden. Mechthild Schreiner überreichte jetzt symbolisch je 500 Euro an die Vertreter der Aktionen. Das Geld stammt aus dem Erlös der beiden Fastnachtssitzungen der Katholiken, erklärt die Pfarrgemeinderatsvorsitzende. Mittlerweile ist auch der Reingewinn des Missionsessens bekannt, die Überweisung an die Handvoll Empfänger kann dank einer Rekordbeteiligung um jeweils 107,20 Euro aufgestockt werden.
In einem Land wie dem Kongo, informiert Frau Kayser, unterhalte die Kirche das einzige funktionierende System. Das gelte sowohl für Ernährungsprogramme wie für Ausbildungseinrichtungen sowie für medizinische Angebote. Die Seniorin initiierte im vergangenen Jahr eine Rinderzucht mit einer neuen Rasse; die Bewohner sollen diese Aufgabe künftig in eigener Regie weiterführen. Ebenso die Aussaat und Ernte von Kartoffeln und Getreide.
Federführend bei den Hilfsmaßnahmen für Flüchtlinge und Frauen in Eritrea ist die Kolpingsfamilie, die kürzlich wieder einen Schiffscontainer ans Rote Meer entsandte (wir berichteten). Auch in Sumba auf Indonesien wird die Ausbildung von Katecheten und der Aufbau von Missionsstationen gefördert, im peruanischen Lima finanzieren die Heusenstammer eine Suppenküche für Straßenkinder.
Der Kontakt zu Pater Peter Madros in Bethlehem ist nach Ausbruch der jüngsten Konflikte abgebrochen. Hier sitzen die palästinensischen Katholiken zwischen allen Stühlen, werden von den Israelis abgelehnt und von ihrem eigenen Volk nicht anerkannt. Der Seelsorger betreut rund 700 Schüler und zum Teil auch deren Familien.
“Wir verteilen die Spenden nicht nach dem Gießkannenprinzip”, unterstreicht Mechthild Schreiner. Die genannten Partner rund um den Globus “wissen aber, es kommt immer wieder Hilfe”. Denn auch in Zukunft sollen die Projekte, die auf einer Tafel im Foyer des Pfarrheims vorgestellt werden, unterstützt werden.

Foto: Michael

PGR-Vorsitzende Mechthild Schreiner (von rechts) überreichte einen symbolischen Scheck an die Vertreter der fünf von der Gemeinde St. Cäcilia geförderten Hilfsprojekte: Herbert Margraf für die Missionsstationen in Sumba, Marianne Frank (Peru), Susanne Kayser (Kongo), Jochen Bauer (Eritrea) und Anita Wöhl für die Betlehem-Aktion.

Mitteilung vom:
erschienen in:

29.03.2002
Offenbach Post


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