Förderung rund um den Globus
Katholische Pfarrgemeinde St. Cäcilia: Mehr als
3.OO0 Euro für fünf Hilfsprojekte
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Heusenstamm (M.) Susanne Kayser weiß, wofür sie kämpft. Vor zwei Jahren
schipperte die damals schon 80-Jährige 15 Tage in einem klapprigen Boot mit einem
25-PS-Motor durch den Kongo, berichtet sie detailliert, als erzählte sie von einer
Kaffeefahrt. Ihr Ziel war die Diözese Inongo und Bischof Leon Lesambo, der als Fels in
der Brandung des 20 Jahre währenden Bürgerkriegs seinen Landsleuten beisteht. Das tut
auch die rüstige Heusenstammenn, die von ihrer Gemeinde St. Cäcilia aus die Projekte des
Gottesmannes nach Kräften unterstützt.
Die Ausbildung von Priestern, Schwestern, Katecheten und Pflegern auf dem
vergessenen Kontinent, wie Susanne Kayser sagt, ist eines von fünf Projekten,
die kontinuierlich von Gläubigen der Pfarrei unterstützt werden. Mechthild Schreiner
überreichte jetzt symbolisch je 500 Euro an die Vertreter der Aktionen. Das Geld stammt
aus dem Erlös der beiden Fastnachtssitzungen der Katholiken, erklärt die
Pfarrgemeinderatsvorsitzende. Mittlerweile ist auch der Reingewinn des Missionsessens
bekannt, die Überweisung an die Handvoll Empfänger kann dank einer Rekordbeteiligung um
jeweils 107,20 Euro aufgestockt werden.
In einem Land wie dem Kongo, informiert Frau Kayser, unterhalte die Kirche das einzige
funktionierende System. Das gelte sowohl für Ernährungsprogramme wie für
Ausbildungseinrichtungen sowie für medizinische Angebote. Die Seniorin initiierte im
vergangenen Jahr eine Rinderzucht mit einer neuen Rasse; die Bewohner sollen diese Aufgabe
künftig in eigener Regie weiterführen. Ebenso die Aussaat und Ernte von Kartoffeln und
Getreide.
Federführend bei den Hilfsmaßnahmen für Flüchtlinge und Frauen in Eritrea ist die
Kolpingsfamilie, die kürzlich wieder einen Schiffscontainer ans Rote Meer entsandte (wir
berichteten). Auch in Sumba auf Indonesien wird die Ausbildung von Katecheten und der
Aufbau von Missionsstationen gefördert, im peruanischen Lima finanzieren die
Heusenstammer eine Suppenküche für Straßenkinder.
Der Kontakt zu Pater Peter Madros in Bethlehem ist nach Ausbruch der jüngsten Konflikte
abgebrochen. Hier sitzen die palästinensischen Katholiken zwischen allen Stühlen, werden
von den Israelis abgelehnt und von ihrem eigenen Volk nicht anerkannt. Der Seelsorger
betreut rund 700 Schüler und zum Teil auch deren Familien.
Wir verteilen die Spenden nicht nach dem Gießkannenprinzip, unterstreicht
Mechthild Schreiner. Die genannten Partner rund um den Globus wissen aber, es kommt
immer wieder Hilfe. Denn auch in Zukunft sollen die Projekte, die auf einer Tafel im
Foyer des Pfarrheims vorgestellt werden, unterstützt werden.
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Foto: Michael
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PGR-Vorsitzende
Mechthild Schreiner (von rechts) überreichte einen symbolischen Scheck an die Vertreter
der fünf von der Gemeinde St. Cäcilia geförderten Hilfsprojekte: Herbert Margraf für
die Missionsstationen in Sumba, Marianne Frank (Peru), Susanne Kayser (Kongo), Jochen
Bauer (Eritrea) und Anita Wöhl für die Betlehem-Aktion.
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Mitteilung vom:
erschienen in: |
29.03.2002
Offenbach Post |
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