Pressemitteilungen

Stand 11. Sept. 2002

zurück zum Presseüberblick


Maria und Johannes kehren als Kopie zurück
St. Cäcilia: Kreuzigungsgruppe wird zum Turmfest montiert

Heusenstamm (mcr/op) Die Kreuzigungsgruppe, die einst auf dem ehemaligen Friedhof neben der St. Cäcilia-Kirche ihren Platz hatte, wird zurückkehren - wenn auch nur als Nachbildung. Wie berichtet, hat es sich der St. Cäcilia-Förderverein zur Aufgabe gemacht, nach dem Inneren des Gotteshauses nun auch das Umfeld geschichtlich korrekt herzurichten.
Das Original der Gruppe steht zurzeit im Chor der Kirche Maria Himmelskron. In deren Chronik aus den Jahren 1959/60 heißt es zur Einweihung der Kirche: “Ein besonderes Geschenk der Pfarrei St. Cäcilia mit ihrem reichen historischen Hintergrund ist die Kreuzigungsgruppe über dem Hochaltar. Sie war Pfarrer Hofmeister während seiner Tätigkeit als Kaplan aufgefallen und stand auf dem alten, um die Kirche von St. Cäcilia gelegenen Friedhof. Auf seinen Wunsch hin erhielt die Kreuzigungsgruppe den jetzigen Ehrenplatz und stellt als barocke Figurengruppe, datiert auf das Jahr 1709 eine sinnvolle Verbindung zur Muttergemeinde her.”
Das soll auch so bleiben. Aber die Steinbildhauer Richard Löbig aus Münster und Martin Stein aus Karstein arbeiten an einer originalgetreuen Nachbildung. In einem ersten Schritt war durch die Überarbeitung der gärtnerischen Gestaltung des Kirchumgangs deutlich gemacht worden, dass sich dort ein Friedhof befand. Versteckt hinter Büschen und Bäumen wurde dabei die Mensa eines Altars entdeckt, auf der die Kreuzigungsgruppe gestanden hatte. Diese Mensa wurde in einem zweiten Schritt restauriert und wartet nun auf die Aufnahme der Kreuzigungsgruppe.
Pünktlich zum Turmfest, das der Förderverein mit der Pfarrgemeinde am nächsten Samstag, 14. September, feiert, werden die ersten beiden Figuren der Kreuzigungsgruppe - Maria und Johannes - aufgestellt sein. Leider ist die Finanzierung der Nachbildung noch nicht ganz gesichert, so dass gleichzeitig zu Spenden aufgerufen wird. Spenden können auf das Konto Nummer 6 01 87 85 des Fördervereins bei der Volksbank Maingau, BLZ 50561315, eingezahlt werden.
Beginn des Festes ist um 18 Uhr mit einem Vorabendgottesdienst. Kerstin Schroth, die Ende August im Mainzer Dom zur Pastoralassistentin gesendet wurde, wird die Messe mit den Besuchern feiern. Ihr soll der Glückwunsch der Heimatgemeinde mit auf den Lebensweg gegeben werden.
Im Anschluss gibt es die Gelegenheit zum Plaudern und Kennenlernen. Für die musikalische Untermalung des Abends sorgt der Alleinunterhalter Bernhard Gerstner, für das leibliche Wohl Obligatorisches vom Grill und aus dem Fass. Sollte es regnen, kann die Veranstaltung im Saal stattfinden.



Bild: Herbert Margraf


Steinbildhauer Richard Löbig (Mitte) erklärt dem geschäftsführenden Vorsitzenden des Förderverins Herbert Margraf, der Schriftführerin Sixta Thomas und dem Pfarrer Thomas Knedelhans die Technik der Nachbildung an Hand der Figur Mariens.

Mitteilung vom:
erschienen in:

11.09.2002
Offenbach Post


zurück zum Presseüberblick