Maria und Johannes kehren als Kopie zurück
St. Cäcilia: Kreuzigungsgruppe wird zum Turmfest
montiert |
Heusenstamm (mcr/op) Die Kreuzigungsgruppe, die einst auf dem ehemaligen Friedhof neben
der St. Cäcilia-Kirche ihren Platz hatte, wird zurückkehren - wenn auch nur als
Nachbildung. Wie berichtet, hat es sich der St. Cäcilia-Förderverein zur Aufgabe
gemacht, nach dem Inneren des Gotteshauses nun auch das Umfeld geschichtlich korrekt
herzurichten.
Das Original der Gruppe steht zurzeit im Chor der Kirche Maria Himmelskron. In deren
Chronik aus den Jahren 1959/60 heißt es zur Einweihung der Kirche: Ein besonderes
Geschenk der Pfarrei St. Cäcilia mit ihrem reichen historischen Hintergrund ist die
Kreuzigungsgruppe über dem Hochaltar. Sie war Pfarrer Hofmeister während seiner
Tätigkeit als Kaplan aufgefallen und stand auf dem alten, um die Kirche von St. Cäcilia
gelegenen Friedhof. Auf seinen Wunsch hin erhielt die Kreuzigungsgruppe den jetzigen
Ehrenplatz und stellt als barocke Figurengruppe, datiert auf das Jahr 1709 eine sinnvolle
Verbindung zur Muttergemeinde her.
Das soll auch so bleiben. Aber die Steinbildhauer Richard Löbig aus Münster und Martin
Stein aus Karstein arbeiten an einer originalgetreuen Nachbildung. In einem ersten Schritt
war durch die Überarbeitung der gärtnerischen Gestaltung des Kirchumgangs deutlich
gemacht worden, dass sich dort ein Friedhof befand. Versteckt hinter Büschen und Bäumen
wurde dabei die Mensa eines Altars entdeckt, auf der die Kreuzigungsgruppe gestanden
hatte. Diese Mensa wurde in einem zweiten Schritt restauriert und wartet nun auf die
Aufnahme der Kreuzigungsgruppe.
Pünktlich zum Turmfest, das der Förderverein mit der Pfarrgemeinde am nächsten Samstag,
14. September, feiert, werden die ersten beiden Figuren der Kreuzigungsgruppe - Maria und
Johannes - aufgestellt sein. Leider ist die Finanzierung der Nachbildung noch nicht ganz
gesichert, so dass gleichzeitig zu Spenden aufgerufen wird. Spenden können auf das Konto
Nummer 6 01 87 85 des Fördervereins bei der Volksbank Maingau, BLZ 50561315, eingezahlt
werden.
Beginn des Festes ist um 18 Uhr mit einem Vorabendgottesdienst. Kerstin Schroth, die Ende
August im Mainzer Dom zur Pastoralassistentin gesendet wurde, wird die Messe mit den
Besuchern feiern. Ihr soll der Glückwunsch der Heimatgemeinde mit auf den Lebensweg
gegeben werden.
Im Anschluss gibt es die Gelegenheit zum Plaudern und Kennenlernen. Für die musikalische
Untermalung des Abends sorgt der Alleinunterhalter Bernhard Gerstner, für das leibliche
Wohl Obligatorisches vom Grill und aus dem Fass. Sollte es regnen, kann die Veranstaltung
im Saal stattfinden.
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Bild: Herbert Margraf
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Steinbildhauer Richard Löbig (Mitte) erklärt dem geschäftsführenden Vorsitzenden des
Förderverins Herbert Margraf, der Schriftführerin Sixta Thomas und dem Pfarrer Thomas
Knedelhans die Technik der Nachbildung an Hand der Figur Mariens. |
Mitteilung vom:
erschienen in: |
11.09.2002
Offenbach Post |
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