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Stan 14. Nov. 2002

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Der heilige “Bimbam”
Cäcilia: Thomas Klumb
Heusenstamm (M.) • Katholiken sind halt auch nur Menschen, wenn‘s auch mitunter gar nicht danach aussieht. Die Rembrücker erkannte Thomas Klumb so zum Beispiel als “Diamanten des Kreises Offenbach”, die in der Regel nur “mit Fassung getragen werden”. Erste Gelegenheit für einen Stoßseufzer. “Heiliger Bimbam” heißt das beim Mainzer Kabarettisten, auch beruflich immer in der Reichweite von Weihrauch und Birett beschäftigt.
Klumb sitzt beim Bischöflichen Ordinariat, offenbar ein fruchtbarer Boden für heitere bis kritische Einstellungen gegenüber der Obrigkeit und Gepflogenheiten auf dem flachen Land und den Weiten der Diözese. Wobei der kenntnisreiche Besucher im St. Cäcilia-Pfarrheim nicht nur alte Witze im neuen Gewand erzählt. Stets beweist er mit Büttentalent weitreichende Einblicke in die Situation der Gastgeber.
Die latente Konkurrenz zur Nachbarpfarrei ist freilich auch kein Geheimnis. Ihr Name eignet sich prima für Sponsoring angesichts leerer Kassen: In aktualisierten Kirchenliedern preise die Gemeinde nun den Weinbrand Maria Himmelskron oder Jakobs Himmelskrönung. Ein rascher Aufstieg gelang dagegen Pfarrer Thomas Knedelhans - er deckte als Stimme des Herrn komplizierte Formulierungen der gedankenlos vorgetragenen Fürbitten auf.
Im fast voll besetzten Saal an der Schloßstraße räumte Klumb mit weiteren Irrläufern des Glaubens auf: Der Kirchenbesuch an und für sich mache noch keinen Christen aus. “Man wird ja auch kein Auto, wenn man in die Garage geht.” Fehlende Gläubige im Gottesdienst lassen sich kaum von einem Seelsorger zurück gewinnen, der per Computer “CD­Rom” ansteuert, so die Erkenntnis.

Humor mit Aussicht:

Foto: Michael

Der Christ ist freilich auch stets um seine Nachbarin besorgt:
Wann geht sie, wann kommt sie?
Kenner Thomas Klumb betrachtet die katholische Kirche mit kritischem Unterton.

Mitteilung vom:
erschienen in:

12.11.2002
Offenbach Post


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