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Stand 16. Jan. 2003

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Missernte gefährdet Leben

Kolpingfamilie sammelt wieder für Flüchtlingslager in Eritrea / Drei Abgabe-Termine

Heusenstamm (Schi) • Für die Kolpingfamilie Heusenstamm beginnt wieder die heiße Phase ihres nunmehr seit neun Jahren laufenden Eritrea-Projektes. Ein Besuch in Eritrea im Oktober zeigte, dass weiterhin vielfältige Hilfe benötigt wird. Dies gilt ganz besonders für die drei von den Kapuziner-Schwestern betreuten Flüchtlingslager. Im Gespräch mit den Lagerältesten bekundeten diese ihre große Dankbarkeit für die bisherige Hilfe aus Heusenstamm, da ansonsten die 15.000 Flüchtlinge keine Unterstützung erhalten. In ihrer “Wunschliste” steht deshalb Kleidung an oberster Stelle, da viele der in Zelten und unter Planen lebenden Menschen nur ein einziges Kleidungsstück besitzen. Die Kolpingfamilie startet für die Fertigung des zwölften Schiffs-­Containers eine große Sammelaktion und hofft wieder auf die Spendenbereitschaft. Die Kolpinger geben die Garantie, dass alle Spenden ungeschmälert den Menschen in Eritrea zugute kommen.
Es werden benötigt: Für die Krankenhäuser und Krankenstationen Bettwäsche, Handtücher, Decken, Roll- und Krankenstühle, Krücken, Schirme (für die ambulanten Patienten als Schutz gegen die Sonne). Für die drei Flüchtlingslager Kleidung, Schuhe, Wolldecken, Zelte / Zeltplanen. Die fünf Ausbildungszentren für Frauen benötigen Nähmaschinen, Stoffe, Stoffreste, Wolle und jegliches Nähmaterial. In den Kindergärten fehlt es an einfachem Spielzeug, Plüschtieren, Material zum Basteln und Malen.
Diese Mängel werden überschattet durch die von Trockenheit verursachte Missernte im letzten Jahr. Wie festzustellen war, steigt die Zahl der unterernährten Kinder mit dem Aufbrauchen der Erntevorräte ständig an. Das Kindermissionswerk in Aachen hat auf Antrag der hiesigen Kolpingfamilie zwar mehr als 20.000 Euro für den Kauf von Milchpulver und Vitaminmehl zur Verfügung gestellt, doch bei der Vielzahl von Kindern - allein in den drei Flüchtlingslagern leben mehr als 5.000 - wird dies nicht reichen. Die Kolpinger sammeln deshalb auch Geld, um dieses Programm gegen Hunger ausbauen und verlängern zu können. Da man etwa für einen Euro Pulver für 2,5 Liter Milch kaufen kann, stellen selbst kleinste Beträge eine wirkliche Hilfe dar.
Die Mitglieder der Kolpingfamilie nehmen an den folgenden Samstagen, jeweils von 10 bis 12 Uhr, an der ehemaligen Güterhalle des Bahnhofes in Heusenstamm Spenden entgegen: 18. und 25. Januar sowie 1. Februar. Rückfragen sind telefonisch über 06104/36 27 möglich. Für Geldspenden gilt folgende Bankverbindung: Sparkasse Langen-Seligenstadt (BLZ: 506 521 24), Konto-Nr.: 04030284, Stichwort “Eritrea”.

Mitteilung vom:
erschienen in:

15.01.2003
Offenbach Post

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