Sahnetörtchen für Pfarrer Knedelhans
25 Jahre Pfarrheim St. Cäcilia: Jubiläum mit alten
und jungen Stars in der Schlossstadt in zwei Fastnachtssitzungen eröffnet
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Heusenstamm (M.) - Am besten kam er sicherlich in der großen Quizshow weg, wo der
Priester mit Hilfe von Fuffzig-fuffzig-Joker, Anruf bei der "Organistin" und
einer Publikumsabstimmung 111 111 Cäcilianer-Taler abräumte. Es war sein Glück, dass
die Fragen von "Dr. Roland Krebs", dem "Günther Jauch der
Schlossstadt", alle seine Pfarrei berührten: "Welcher Hit machte Marianne Frank
weltberühmt?" (Natürlich "Ja, mein Willi pinselt mich", was die Seniorin
später in den Saal schmetterte.) Oder etwa: "Liebt Elfer-Präsident Ewald Schreiner
eher Wein oder Weib?" (Selbstverständlich möglichst viel von beidem, wie im
Hintergrund im gemischten Elferrat zu erkennen war!)
Dazu setzten Daniel Schreiner, Martin Scherbaum, Jörg Wiegand, Benjamin und Dominik Kohls
Laptop und Projektor ein. Als drei "Parre aus Heusenstamm" präsentierten sich
Christoph Heberer, Markus Bumb sowie Hendrik van Eck mit flotten Rhythmen als
"knackig und schee". Betrübt verrieten sie: "Mir drei solle nach
Rembrücke'", auch aufs Obertshausener Spaßbad reagierten sie neidvoll. Doch die
Umleitungen wegen der Bauarbeiten auf der Frankfurter Straße, "das gibt's nur in
Cäcilia", lautete der Refrain zu dem Hit "Aber bitte mit Sahne!". Dieselbe
Melodie nutzten einige tanzende "Sahnetörtchen", junge Damen in köstlichen
Kostümen mit Pfarrer Knedelhans als knallrote Kirsche, die mit einem Satz aus dem
Backwerk heraussprang.
Flotte Schlager verarbeiteten selbst die Jüngsten und wirbelten zum aktuellen
Ketchup-Song auf der Bühne. In Trikots brasilianischer und deutscher Kicker trat der
Familienkreis III mit drei "Ronaldos" und je zwei "Ronaldinhos" und
"Kloses" auf. Als "Synchronschwimmer" amüsierte das Männerballett in
geringelten, historischen Badeanzügen das Publikum.
Sabine Tscherney Ott hatte die Mannschaft trainiert, Ines Heberer unterwies eine
Mädchengruppe im Samba-Hüftschwung. Der "Captain Jack" ließ dazu eifrig das
Bäuchlein kreisen. Ein Dutzend "Weintrauben", gestandene Männer, ließ zu
weinseligen Klängen blaue Luftballons und Pappmachébälle um Bäuche und Brust
schwabbeln. Die Früchte hegte Theresa Berninger. Würdevoller erschienen Reiner I. und
Mechthild II. mit ihrem Hofstaat und den weißgelockten "Kanöncher". Die
schlossstädtischen Regenten stellten sich artig vor, schilderten den Aufstieg "vom
Stadtreicher zum Prinzen" und luden zum Rathaussturm ein. Den Elferpräsidenten
statteten sie mit ihrem Orden aus, den Saal brachten sie mit ihrem eigenen Lied "1,
2, 3" in Bewegung. Zuvor erinnerte Christiane Blumenberg an "25 Jahre
Pfarrheim", die es zu feiern galt.
"Laudatine" kam auf sechs Pfarrer, die in dieser Zeit die Gemeinde leiteten,
inklusive dem "Parrersche Amberger", der "zu schad für diese Welt"
gewesen sei. Jetzt gibt's in St. Cäcilia zudem einen Diakon: "Gott hab Dank".
Mit einem zwinkernden Auge besangen die "Clowns" Frank & Frank, die im
zivilen Leben Blomer und Neumann heißen, Beobachtungen aus dem schlossstädtischen Leben.
Als neues Maschinengewehr Gottes gab Pfarrsekretärin Ulrike Werner einen Einblick in den
Traumjob unterm Kirchturm. Heiterer zeichnete Ines Heberer ihre Kenntnisse als
"Frankfurter Schlippsche". Sabine Röben-Fuhr und Sabine Tscherney-Ott holten
als "Wirtinnen" im "Blauen Bock" wahre Höhepunkte der Fastnacht aus
25 Jahren auf die Bühne. Der Bürgermeister bekannte "Ich bin ein
Heusenstammer", der frühere Pfarrer Dieter Ludwig sang mit "seinen Minis".
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Reiner I. und Mechthild II.
zogen mit blau uniformiertem Hofstaat, Bonbonsalven abgebenden "Kanönchen" und
neuen, edlen Insignien ins 25-jährige Pfarrheim ein. Auch sie feiern Jubiläum: Sie sind
die 11. Regenten.
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Eine echte Überraschung und ein wahrer
Höhepunkt zum Finale: Der langjährige Pfarrer Dieter Ludwig trat mit "seinen
Minis" auf.
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Als Kirsche tauchte Pfarrer Thomas Knedelhans
aus dem Kuchen der "Sahnetörtchen" auf. Später übersetzte er den
Scorpions-Hit "Wind of Change" auf Heusenstammer Deutsch.
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Mitteilung vom:
erschienen in: |
12.02.2003
Offenbach Post |
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