Superstar gesucht, "schwarzer Peter" da
Fastnacht im "Wunderland St. Cäcilia": Nach S-Bahn und Pflaster kriegen die
Heusenstammer doch noch ein Prinzenpaar |
Heusenstamm (M.) - Max I. und Kristin I. - diese reizende Erscheinung im "Wunderland St. Cäcilia" wäre wahrlich die der
Schlossstadt würdige Regentschaft! "Hokuspokus fidibus", ein ernster Blick durch die schwarze Brille, schon hat
"Harry Potter" das fehlende Prinzenpaar herbeigezaubert.
Björn Uhl hatte längst schon durch sein sicheres Auftreten und den auswendig zelebrierten Text in Mundart das Narrenvolk
auf seiner Seite.
Doch der Einmarsch seiner kleinen Schwester Kristin an der Seite von Maximilian Kruck löste bei der Sitzung grenzenlosen
Jubel aus.
Auch für die Funkenkanöncher ist das ein großer Trost, sie empfahlen sich sogleich mit schweren Orden.
Die blau Berockten mit der Bonbon-Munition hatten sich schon verzweifelt auf die Seite der belächelten Himmelskröner
geschlagen, die beiden "Friedensengel" mit ihrer ungeliebten Botschaft begleitet. Pfarrer Martin Weber und Gabi Holzamer
brachten "einen frischen Wind" mit und wollten die "tiefen Gräben überwinden: In manchen Köpfen muss sich ‘was bewegen",
erkannten die kritisch beäugten Gäste von der anderen Seite der Schienen. Die S-Bahn beleuchtete freilich auch Marcel
Reich-Ranicki: Lothar Berninger protokollierte mit rollendem "R", dass nach der Eröffnung der S 2 mehr Kirchenbesucher
in der St. Cäciliakirche zu verzeichnen seien.
Jedes Schließen des Übergangs löse ein dem Glockenschlagen ähnliches Läuten aus, erläuterte der Literaturkritiker. Doch
so, wie fortan die Hauptwache und Dietzenbach deutlich schneller erreicht werden könnten, so verlängerte sich die Reise
von der Alten Linde ins Ost end um etliche Minuten. Zudem bremsten die Barrieren die Ökumenische Verbindung zum
Gotteshaus an der Frankfurter Straße aus, mahnte Reich-Ranicki.
Dieses "heiße Pflaster" in der Hauptstraße zeige auch den Autofahrern, "wo sie hätten parken können". Dabei müsse es
sich um einen Übertragungsfehler im Rathaus gehandelt haben. In der Geschäftsmeile brauchte man Parkplätze anstatt
-bänke! An einem weiteren Irrturm musste der Literaturpapst erinnern: Da habe die Stadt einen Superstar gesucht, aber
den "schwarzen Peter" bekommen! Der "Harry Potter von Heusenstamm" ging aus einem - oh Wunder! - fairen Wahlkampf als
Sieger hervor und habe hohe Erwartungen und leere Kassen zu erfüllen.
Lacher provozierte die Feststellung, dass der Gemeinde Geld aus dem Opferstock, die Werbung am Bus und einige Pfarrer
abhanden kamen.
Dem Bürgermeisterwechsel widmeten sich auch "Trainer in Peters Rathaus" mit braunen Agenten-Mänteln. Lieber musikalisch
äußerten sich die drei "Parre Boys", Christoph Heberer, Hendrik van Eck sowie Markus Bohn besangen zu bekannten Melodien
das Leid eines Seelsorgers aus der Himmelskron-Pfarrei, der nur zu gerne im Petersdom eingesetzt wäre. Dann lieber
Messdiener in St. Cäcilia als Pfarrer an der Marienstraße!
Als "ehemalige Prinzessin" weckte Dr. Roland Krebs mitleidige Blicke, schluchzte über verflossene Ruhmestage. Flotter
mögen es die Clowns Frank & Frank, die auf zehn Jahre auf der Fastnachtsbühne zurückblickten, immer noch "so gerne in
St. Cäcilia" seien.
Die Mädchen vom "Moulin Rouge" warfen die Beine, eine Garde sowie "Kaninchen" mit Öhrchen und Möhrchen.
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Ganz ohne
Sex-Appeal geht auch in der Fastnacht unterm Kirchturm
nichts: Bauchtanz.
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"Wo's alte
Tor steht..." und junge Frauen singen, da ist
Heusenstamm: Liebe zu Schlossstadt und St. Cäcilia.
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Besser
Messdiener in St. Cäcilia als Parrer in Himmelskron,
pflegten die "Parre Boys" alte Reibereien zwischen
den Pfarreien.
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Mit Hokuspokus:
Harry Potter zaubert ein Prinzenpaar herbei.
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Mitteilung vom:
erschienen in: |
09.02.2004
Offenbach Post |
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