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Stand 09. Febr. 2004

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Superstar gesucht, "schwarzer Peter" da

Fastnacht im "Wunderland St. Cäcilia": Nach S-Bahn und Pflaster kriegen die Heusenstammer doch noch ein Prinzenpaar

Heusenstamm (M.) - Max I. und Kristin I. - diese reizende Erscheinung im "Wunderland St. Cäcilia" wäre wahrlich die der Schlossstadt würdige Regentschaft! "Hokuspokus fidibus", ein ernster Blick durch die schwarze Brille, schon hat "Harry Potter" das fehlende Prinzenpaar herbeigezaubert. Björn Uhl hatte längst schon durch sein sicheres Auftreten und den auswendig zelebrierten Text in Mundart das Narrenvolk auf seiner Seite. Doch der Einmarsch seiner kleinen Schwester Kristin an der Seite von Maximilian Kruck löste bei der Sitzung grenzenlosen Jubel aus. Auch für die Funkenkanöncher ist das ein großer Trost, sie empfahlen sich sogleich mit schweren Orden.
Die blau Berockten mit der Bonbon-Munition hatten sich schon verzweifelt auf die Seite der belächelten Himmelskröner geschlagen, die beiden "Friedensengel" mit ihrer ungeliebten Botschaft begleitet. Pfarrer Martin Weber und Gabi Holzamer brachten "einen frischen Wind" mit und wollten die "tiefen Gräben überwinden: In manchen Köpfen muss sich ‘was bewegen", erkannten die kritisch beäugten Gäste von der anderen Seite der Schienen. Die S-Bahn beleuchtete freilich auch Marcel Reich-Ranicki: Lothar Berninger protokollierte mit rollendem "R", dass nach der Eröffnung der S 2 mehr Kirchenbesucher in der St. Cäciliakirche zu verzeichnen seien.
Jedes Schließen des Übergangs löse ein dem Glockenschlagen ähnliches Läuten aus, erläuterte der Literaturkritiker. Doch so, wie fortan die Hauptwache und Dietzenbach deutlich schneller erreicht werden könnten, so verlängerte sich die Reise von der Alten Linde ins Ost end um etliche Minuten. Zudem bremsten die Barrieren die Ökumenische Verbindung zum Gotteshaus an der Frankfurter Straße aus, mahnte Reich-Ranicki.
Dieses "heiße Pflaster" in der Hauptstraße zeige auch den Autofahrern, "wo sie hätten parken können". Dabei müsse es sich um einen Übertragungsfehler im Rathaus gehandelt haben. In der Geschäftsmeile brauchte man Parkplätze anstatt -bänke! An einem weiteren Irrturm musste der Literaturpapst erinnern: Da habe die Stadt einen Superstar gesucht, aber den "schwarzen Peter" bekommen! Der "Harry Potter von Heusenstamm" ging aus einem - oh Wunder! - fairen Wahlkampf als Sieger hervor und habe hohe Erwartungen und leere Kassen zu erfüllen.
Lacher provozierte die Feststellung, dass der Gemeinde Geld aus dem Opferstock, die Werbung am Bus und einige Pfarrer abhanden kamen.
Dem Bürgermeisterwechsel widmeten sich auch "Trainer in Peters Rathaus" mit braunen Agenten-Mänteln. Lieber musikalisch äußerten sich die drei "Parre Boys", Christoph Heberer, Hendrik van Eck sowie Markus Bohn besangen zu bekannten Melodien das Leid eines Seelsorgers aus der Himmelskron-Pfarrei, der nur zu gerne im Petersdom eingesetzt wäre. Dann lieber Messdiener in St. Cäcilia als Pfarrer an der Marienstraße! Als "ehemalige Prinzessin" weckte Dr. Roland Krebs mitleidige Blicke, schluchzte über verflossene Ruhmestage. Flotter mögen es die Clowns Frank & Frank, die auf zehn Jahre auf der Fastnachtsbühne zurückblickten, immer noch "so gerne in St. Cäcilia" seien.
Die Mädchen vom "Moulin Rouge" warfen die Beine, eine Garde sowie "Kaninchen" mit Öhrchen und Möhrchen.

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Ganz ohne Sex-Appeal geht auch in der Fastnacht unterm Kirchturm nichts: Bauchtanz.

 

"Wo's alte Tor steht..." und junge Frauen singen, da ist Heusenstamm: Liebe zu Schlossstadt und St. Cäcilia.

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Besser Messdiener in St. Cäcilia als Parrer in Himmelskron, pflegten die "Parre Boys" alte Reibereien zwischen den Pfarreien.

 

Mit Hokuspokus: Harry Potter zaubert ein Prinzenpaar herbei.

 

Mitteilung vom:
erschienen in:

09.02.2004
Offenbach Post


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