Kühne Mixturen jenseits der "sakralen Ecke"
Duo mit Jubiläums-Orgel und Gitarre in St. Cäcilia-Kirche |
Heusenstamm (schu) • Die Ott-Orgel in St. Cäcilia feierte ihren 25. Geburtstag nicht etwa mit rauschenden Barockpassagen,
sondern in unkonventioneller Besetzung und mit modernen Klängen.
Regionalkantor Thomas Gabriel nahm die Einladung durch den Förderverein der Balthasar-Neumann-Kirche zum Anlass, auch
hier "die Orgel aus der sakralen Ecke herauszuholen" und stellte sein Duo-Programm vor, das er mit dem
Gitarristen Jan Masuhr bereits für eine CD-Produktion erarbeitet hatte.
Von Vivaldis D-Dur-Concerto RV 93 und dem Adagio aus Rodrigos "Concerto de Aranjuez" über sein eigenes
"Konzert für MA" führte er das Publikum behutsam zu experimentierfreudiger Moderne.
Masuhr wechselte vom klassischen Instrument zur E-Gitarre über und überraschte in seiner eigenen Komposition
"Das Kreuz" sowie der "Pièce modale“ und der Choralbearbeitung "Aus tiefer Not" von Gabriel mit
kühnen Klangmixturen.
Teils von barocker Improvisationstechnik teils vom Pop inspiriert waren Masuhrs Stücke "Go People go" und
"Sunday morning". Die Orgel, von Gabriel fantasievoll und kontrastreich registriert, fügte sich willig dem
Klangexperiment ein und erwies sich, wie Pfarrer Sauer bei der Begrüßung geäußert hatte, als Symbol der Einheit und
Harmonie.
Das Publikum, in dem die Zielgruppe Jugend nur spärlich vertreten war, spendete der Virtuosität der beiden Künstler und
ihrem originellen Cross-over gebührenden Beifall und bekam noch ein "Adieu" als Zugabe.
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Ungewohnt, aber nicht nur für Experimentierfreudige ein Genuss: Die Orgel traf die Gitarre in der Cäcilia-Kirche.
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Mitteilung vom:
erschienen in: |
04.05.2004
Offenbach Post |
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