Pressemitteilungen

Stand 21. Mai 2004

zurück zum Presseüberblick


Einer zu viel: Mainz hat gesprochen

Diakon Wolfgang Habdank verlässt nach "positiven und anderen Erfahrungen" St. Cäcilia und Mariä Opferung

Heusenstamm (mcr) - Diakon Wolfgang Habdank wird im Sommer die Pfarrgemeinden St. Cäcilia und Mariä Opferung verlassen. Als neuen Wirkungskreis hat ihn sein nächster irdischer Chef, der Bischof, die St. Matthias-Gemeinde in Nieder-Roden ausgesucht. Der Wechsel steht am 1. August oder am 1. September an.

Dass der Diakon seine Versetzung nicht unbedingt selbst geplant hatte, legt die vom geflügelten lateinischen Wort "Roma locuta est" (Rom hat gesprochen) abgeleitete Überschrift seines Artikels im neuen "Kercheblättche" nahe: "Moguntia locuta est…"
Mainz hat also gesprochen. Dass ein Spruch von fast ganz oben gefragt war, hatte die Gerüchteküche im Städtchen während der vergangenen Wochen gewohnt zuverlässig bis in die letzte Ritze transportiert. Den schlimmsten Dunst vertrieb Wolfgang Habdank mit der offiziellen Ankündigung seines Weggangs im Familiengottesdienst. Und sobald das katholische Mitteilungsblättchen die Runde gemacht hat, gibt`s dann gar nichts mehr zu spekulieren - eine gute Chance für die Fakten: "Der Bischof hat klar entschieden (…). Und auf die Frage, ob ich damit einverstanden sei, gab ich dem Weihbischof zur Antwort: ‘Ich freue mich darauf - und in Heusenstamm werde ich wohnen bleiben!‘". Dann übrigens samt Frau Silvia, drei Söhnen und einer Tochter als Mitglied der Maria-Himmelskron-Gemeinde.
Mainz hat den Diakon sozusagen in die Lage "versetzt", eine weitere Gemeinde kennen zu lernen. Die eine oder andere Station hat die Familie Habdank bereits hinter sich. "Nach nunmehr zehn Jahren habe ich ausreichend Erfahrungen in den Gemeinden unseres Bistums sammeln können: Positive und andere…"
Habdank sieht seinen weiteren Weg im Dekanat Rodgau vorgezeichnet und den Wechsel als Aufgabe "von Oben": Zu Beginn meines Dienstes vor drei Jahren hatte niemand die personelle Entwicklung in den beiden Pfarreien voraussehen können. Gerne wäre ich geblieben - doch an anderen Stellen im Weinberg des Herrn wird ebenfalls dringend Hilfe benötigt. Vieles habe ich annehmen dürfen, manches müssen, und dabei Zuspruch erhalten, die mir die Kraft gegeben hat, meinen Weg zu gehen."
Die rhetorisch so friedfertig verpackte "personelle Entwicklung" war letztlich der Auslöser für die Wechsel-Order aus der Mainzer Chefetage. Nach dem unschönen Abschied von Pfarrer Thomas Knedelhans wurde die Lücke in St. Cäcilia und Mariä Opferung zum 1. September mit Pfarrer Anton Sauer und der Pastoralreferentin Gabriele Panning gefüllt. Eben da liegt der Knackpunkt. Das Dreierteam Sauer-Habdank-Panning plus der Pfarrsekretärin Ulrike Werner galt in Mainz als etwas zu üppig dimensioniert für eine Doppelgemeinde mit 3.200 Seelen. Deshalb war diese Besetzung von Anfang an auf ein Jahr befristet.
Die Nieder-Rodener St. Matthias-Gemeinde zählt, inklusive der Filialkirche in Rollwald, 5.500 Mitglieder.

Mitteilung vom:
erschienen in:

20.05.2004
Offenbach Post


zurück zum Presseüberblick