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Stand 27. Okt. 2004

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Was aus Heusenstammer Spenden wird

Operationen, Selbsthilfe, Brunnenbau - Rückmeldung aus der Ferne zum Missionsprojekt der Pfarrei St. Cäcilia

Heusenstamm (op) • In diesem Jahr hatten die Schwester-Pfarreien Mariä Opferung Rembrücken und St. Cäcilia gleich zwei Mal Besuch von der kleinen Insel Sumba in Indonesien - zum Jahreswechsel war Pater Paul Hasler auf Heimaturlaub und damit auch in der Schlossstadt; im Sommer schaute Pater Hermann May vorbei. Und dieser Tage erreichte die Katholiken ein Brief aus Sumba, in dem Pater Paul Hasler über das berichtet, was vor Ort in Sumba mit den Spenden aus Heusenstamm geschehen ist.
Seine Hauptaufgabe liegt im Kloster und dem Krankenhaus. Er hält Einkehrtage und betreut täglich die Kranken im benachbarten Krankenhaus. Im August waren fünf Arzte aus Holland zu Besuch, operierten in zwei Wochen 112 Kinder, die an Hasenscharten litten. Für das Selbstbewusstsein der Kinder und ihrer Eltern ist eine solche Operation von großer Bedeutung. Meist können sie allerdings nur einen kleinen Teil der Kosten übernehmen. Hier springt Pater Paul mit dem Geld ein, das er aus der Schlossstadt bekommt. Aktuell ist wieder ein Ärzteteam in Sumba, dieses mal, um Menschen mit grauem Star zu helfen.
Im vergangenen Jahr flossen insgesamt 7.092 Euro Spenden aus den Pfarreien St. Cäcilia und Mariä Opferung nach Sumba. Davon hat Pater Paul Hasler 3.585 Euro ausgegeben. Der Rest wird neben den Kranken (1.238 Euro) unter anderem Schulkindern (2.095 Euro) zu Gute kommen, deren Eltern das Schulgeld nicht bezahlen können. Für besondere Notfälle bleiben also auch noch ein paar hundert Euro.
Die restlichen 3.507 Euro wurden für ebenfalls dringende Projekte verwendetet. Etwa die Betreuung von behinderten Kindern durch die ALMA-Schwestern. Diese führen ein Heim für behinderte Kinder, fahren aber auch über die Dörfer Sumbas und betreuen minder schwere Fälle ambulant. Hilfe gibt es auch für Selbsthilfegruppen, die von Schwester Udis betreut werden. Hier erhalten in den Dörfern Selbsthilfegruppen Anleitung zur Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse. Außerdem gibt es das Brunnenbauprojekt der Kolpingfamilie. Ziel ist es, jedem Dorf Sumbas zu einem Brunnen zu verhelfen, damit die bis zu zwölf Kilometer weiten Wege zur Versorgung mit Trinkwasser nicht mehr nötig sind. 2003 konnten mehr als 50 Brunnen gebaut werden. Und damit verbessern sich auch automatisch die hygienischen Verhältnisse. Pater Paul ist dankbar dafür, dass die Heusenstammer "mit persönlichem Einsatz, Mühe, Zeit und Fantasie diese hohe Spendensumme zusammen bringen".
Der Bedarf an Zuwendungen wird natürlich nie gedeckt sein. Wer helfen will, kann dies tun, indem er sich im Pfarrbüro von St. Cäcilia oder bei Herbert Margraf unter Tel. 06104/28 46, EMail Herbert.Margraf@t-online.de meldet oder eine Spende mit dem Stichwort "Sumba" direkt auf das Konto mit der Nummer 1 06 04 89 51 bei der Volksbank Maingau überweist. Die Bankleitzahl: 505 613 15.

Foto: p.     [Bild vergrößern]


Pater Paul Hasler und Schwester Udis mit einem Mädchen aus der Familie Malo, für dessen Schulausbildung dank der Spenden gesorgt ist.

Mitteilung vom:
erschienen in:

21.10.2004
Offenbach Post


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