67 Kubikmeter Hilfsgüter
auf dem Weg nach Eritrea
Kolpingsfamilie Heusenstamm brachte achten Container auf die Reise |
Heusenstamm (Schi) - Geschafft! Das war die einhellige Meinung bei der Kolpingsfamilie
Heusenstamm, als man den achten Container mit Hilfsgütern für Eritrea beladen und auf
den Weg gebracht hatte. Voraus gegangen war eine auch von der StadtPost Heusenstamm
unterstützte Sammelaktion, bei der mehr als 400 Spender Hilfsgüter zur Verfügung
stellten.
Eine von einem hiesigen Kolpingsbruder bei der R+V Versicherung AG in Wiesbaden initiierte
Sammelaktion hatte eine riesige Resonanz und machte zwei Abhol-Fahrten mit einem
Transporter notwendig. Viele fleißige Hände waren anschließend etliche Stunden mit dem
Sortieren und Verpacken der gespendeten Sachen beschäftigt.
Außerdem sammelten die Kolpinger mit ihren Privatwagen in Heusenstamm, in Stadt und Kreis
Offenbach auf Anruf Hilfsgüter ein. Wenn ein Pkw nicht ausreichte, fanden die
Organisatoren immer wieder auch außerhalb der Kolpingsfamilie Unterstützung. So fuhr man
mit dem Lkw von Erwin Heberer (Firma Gela) nach Lorch (Rhein) und holte mehrere Paletten
mit Verbandsmaterial ab, das von der Bundeswehr kostenlos zur Verfügung gestellt wurde.
Mit einem großen Lkw des Briefzentrums Offenbach der Deutschen Post AG - der Fahrer Axel
Fuhr opferte hierfür seine Freizeit - wurden vom Bürgerhospital Frankfurt
Krankenhausbetten nach Heusenstamm transportiert.
Am Verladetag waren genügend Helfer zur Stelle und unter Anleitung des erfahrenen
"Packmeisters" Willi Schmitt wurden in vier Stunden die 67 Kubikmeter Laderaum
optimal genutzt. Neben den Krankenhausbetten, Roll- und Krankenstühlen, waren allein
über 200 Pakete mit Bettwäsche, Decken, Handtüchern, Kleidung und Schuhen zu verstauen.
Hinzu kamen 15 große Pakete mit Plüschtieren und Spielzeug. Für die Ausbildungszentren
der Kapuziner-Schwestern für Kriegswitwen waren mehr als 50 Pakete mit Stoffresten, Wolle
und Nähzubehör sowie sechs Nähmaschinen bestimmt. In den kleinsten Nischen des
Containers fanden mehr als 100 Schirme und über 60 Krücken noch einen Platz.
Was an Hilfsgütern am Ende zurück blieb, soll in etwa vier Wochen in einen weiteren
Container verladen und abgesandt werden.
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Die Kolpingsfamilie hat den achten Schiffscontainer mit Hilfsgütern für Eritrea auf die
Reise geschickt. Viele fleißige Helfer waren beim Beladen beteiligt, so auch Martin
Boganowski, Harald Grohmann und Ernst Eiermann, der gerade "Abschied" von der
Nähmaschine aus seinem Elternhaus nimmt. Foto: Schiedhering
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Mitteilung vom:
erschienen in: |
14.03.2001
Stadtpost Heusenstamm |
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