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Stand 14. März 2001

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Jugendbistro im Bahnhof und Sport um Mitternacht

Kolping-Podiumsdiskussion zur Wahl: Weitreichende Einigkeit

Heusenstamm (pro) - Vielleicht fällt manchem der 50 aufmerksamen Zuhörer der Kandidaten-Vorstellung die "Qual der Wahl" nach ihrem Besuch im Pfarrheim von St. Cäcilia noch schwerer. Denn für die großen kommunalen Themen ziehen die fünf Parteien, die sich um Sitze im neuen Stadtparlament bewerben, am selben Strang. Das ist die markanteste Erkenntnis aus der Podiumsdiskussion, die vergangene Woche von der Kolpingsfamilie initiiert wurde.
Einigkeit herrscht besonders beim Mitternachtssport - jeder will ihn, aber keiner macht ihn. Zwar wurde die PSV-Halle als möglicher Ort fur das offene Angebot in der Nacht von Freitag auf Samstag gefunden, jedoch noch keine Übungsleiter, informierte Peter Jakoby von der CDU. DasPublikum der reiferen Generation konnte seinerseits die Attraktivität, zu später Stunde Fuß- oder Basketball zu spielen, nicht erkennen.
SPD-Mann Gerhard Winter erläuterte das Bedürfnis junger Leute, sich abends im Freundeskreis zu treffen. In den Nacqhbarstädten konnte man mit dem Mitternachtssport vor allem die noch nicht Motorisierten "von der Straße holen". Winter stellte ferner die Umwandlung des Bahnhofgebäudes in ein Jugendbistro in den Vordergrund der Bemühungen seiner Partei. Wichtig sei den Sozia1demokraten auch die Beibehaltung der Busanbindungen, die durch Stadtbus und Anruf-Sammeltaxi ergänzt werden sollten.
Der FDP-Spitzenkandidat Manfred Ester brachte dazu die Finanzierung ins Spiel. Mit dem Etat müsse sparsamer umgegangen werden. So monierten die Liberalen die Ausgaben von 150.000 Mark für ein "Leitbild", das CDU sowie Bürgerblock erstellen lassen wollen, und die 20.000 Mark zur Unterstützung der Bürgerinitiative gegen Fluglärm. Hans Mühlhaus unterstützt im Namen der freien Wähler den Ausbau des Fraports, wie sich Rhein-Main jetzt nennt.
Dem Bündnisgrünen Heiner Wilke-Zimmermann dagegen steht der Lärmschutz im Vordergrund. Seine Partei möchte die Bewohner vor der Geräuschkulisse der Autobahn schützen, neben der seine Konkurrenten die Entlastung der Ortsdurchfahrt gebaut wissen möchten. Die Freidemokraten stellten gar Uberlegungen zu einem Verlauf südlich der BAB an, das ermögliche die Anbindung von Schloss- und Jahnstraße, argumentierte Ester.
Diese Variante würde zudem deutlich weniger Wald kosten, der obendrein auf der Offenbacher Gemarkung stehe. Und die Lederstadt, weiß Ester aus Obertshausen, würde ihr Gelände nicht zur Verfügung stellen. Nordöstlich des Rathauses könnte zudem ein Park nach historischem Vorbild entstehen.
Da kämpfen die Grünen lieber für den Forst südlich von Martinsee, wo das Dachsteinwerk künftig Kies fördern möchte.
Nur in Details unterscheiden sich die Wünsche der Parteien nach weiteren Plätzen in Hort- und Krabbelstubenbereich, die für die Kita Hohebergstraße bereits vorgesehen seien, so Jakoby. Gesprächsleiter Martin Boganowski von den Kolpingern hatte so leichtes Spiel, wenngleich auch so manche Frage zum Thema Jugendangebote offenblieb.


An der von der Kolpingsfamilie initiierten Podiumsdiskussion zur Kommunalwahl beteiligten sich (von rechts): Manfred Ester (FDP), Hans Mühlhaus (Bürgerblock), Peter Jakoby (CDU), Diskussionsleiter Martin Boganowski (Kolpingsfamilie), Gerhard Winter (SPD) und Heiner Wilke-Zimmermann (Bündnis 90/Grüne). Foto: pro


Mitteilung vom:
erschienen in:

14.03.2001
Stadtpost Heusenstamm


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