"Zur Kulturstütze in
der Schlossstadt gewachsen"
Förderverein St. Cäcilia: Vorstandswahl und Fahrt nach Trier |
Heusenstamm (pro) - Vielfältiges Engagement prägen die Aktivitäten im
"Förderverein Balthasar Neumann Kirche St. Cäcilia&". Jedoch gingen nach
der Komplettsanierung des Hauses auch die großen Spenden zurück, bemerkte Herbert
Margraf in seinem Bericht über das Jahr 2000 auf der Hauptversammlung im Pfarrheim.
Dort wählten 20 anwesende Mitglieder neben dem geschäftsführenden Vorsitzenden auch
dessen Stellvertreter, Jürgen Blumenberg, den Rechnungsführer Theo Murmann,
Schriftführer Sixta Thomas und Beisitzer Frank Thomas en bloc wieder. Der Beisitzer
Arnold Senn ging aus einer Stichwahl als Gewinner hervor, Pfarrer Thomas Knedelhans bleibt
kraft Amtes Erster Vorsitzender. Er bezeichnete den Förderverein als "Kulturstütze
in der Stadt".
Im vergangenen Jahr gab "Vox Vivendi" aus Dreieich ein Kammerkonzert in der
Fastenzeit, Kurt Herdt und Hans Hartmann begeisterten an Orgel und Trompete.
Improvisationen mit Orgel und Saxophon zu religiösen Texten kreierten Regionalkantor
Thomas Gabriel und Dirko Juchem. Bis auf den letzten Platz gefüllt war die Pfarrkirche,
als der Motettenchor Frankfurt Schuberts Deutsche Messe sang. Das Herbstkonzert gestaltete
das Kammerorchester Dietzenbach, ein weiteres Orgelkonzert Detlef Steffenhagen.
Der Verein finanziert die Erneuerung der Epitaphien in der Pfarrkirche. Zwei der
Wanddenkmäler stehen unter Fenstern im Langhaus, eines über der Sakristeitür. Sie
erinnern an die im Gotteshaus bestatteten Angehörigen des Geschlechts derer von
Schönborn, Johann Erwin Graf von Schönborn, Reichelsberg und Heusenstamm, Maria Anna,
Gräfin von Schönborn; Anna Magdalena, Baronin von Wabbott, Herrin von und zu Bassenheim.
Aus Kostengründen wurden einst Arme und Beine aus Gips ergänzt und, damit dies nicht
auffiel, mit grauer Farbe angestrichen.
Zur Zeit wird die Coboration entfernt. Schwarzer Marmor wird wieder eingesetzt und mit
feinstem Alabaster die Putten und Wappen gestaltet. Ferner reinigt eine Fachfirma die von
den Förderern angeschafften Lüster. Margraf konnte auch die Gemeinde für die Öffnung
der Krypta gewinnen. Heusenstamm habe die Barockkirche den Schönborns zu verdanken, die
sie als Begräbniskirche nutzten. "Das gilt es dankbar zu respektieren. Gräber
sollte jeder besuchen können, um zu beten und zu danken oder Zwiesprache zu halten,"
so Herbert Margraf.
Die rund 6.000 Mark für die Sanierung von sechs der ehemals acht Messingleuchter
übernehme die Sparkasse Langen-Seligenstadt. Die Geräte wurden irgendwann laienhaft
repariert, mit Zinn verlötet und mit Zapponlack überzogen. Die Reaktion dieser
Materialien brachte den Eindruck einer Vergoldung hervor. Umgestaltet werden soll
demnächst auch das Außengelände der Balthasar-Neumann-Kirche. Eine Nachbildung der in
Maria Himmebskron aufgestellten Kreuzigungsgruppe soll an die Mauer im Kirchhof
zurückkehren.
Zu einer Führung mit den Deckengemäbden im Mittelpunkt lädt der Verein am 25. April
ein. Es folgt ein Geistliches Konzert am 6. Mai, ein Besuch der St. Paulinkirche in Trier
(12. Mai), die Eröffnung der Scheffler-Ausstellung sowie das Turmfest im September.
Geplant sind eine musikalische Kirchenführung über "Auferstehung, Erlösung sowie
Höllensturz". Am 11. 11. folgt das "Erste Babenhäuser Pfarrer-Kabarett",
dann ein Gospel-Konzert, informierte der Geschäftsführer.
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An der Spitze des Fördervereins stehen Herbert Margraf (hintere Reihe, Zweiter von links)
und Pfarrer Knedelhans (hintere Reihe, Zweiter von rechts). Foto: pro
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Mitteilung vom:
erschienen in: |
28.03.2001
Stadtpost Heusenstamm |
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