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Stand 28. März 2001

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"Zur Kulturstütze in der Schlossstadt gewachsen"

Förderverein St. Cäcilia: Vorstandswahl und Fahrt nach Trier

Heusenstamm (pro) - Vielfältiges Engagement prägen die Aktivitäten im "Förderverein Balthasar Neumann Kirche St. Cäcilia&". Jedoch gingen nach der Komplettsanierung des Hauses auch die großen Spenden zurück, bemerkte Herbert Margraf in seinem Bericht über das Jahr 2000 auf der Hauptversammlung im Pfarrheim.
Dort wählten 20 anwesende Mitglieder neben dem geschäftsführenden Vorsitzenden auch dessen Stellvertreter, Jürgen Blumenberg, den Rechnungsführer Theo Murmann, Schriftführer Sixta Thomas und Beisitzer Frank Thomas en bloc wieder. Der Beisitzer Arnold Senn ging aus einer Stichwahl als Gewinner hervor, Pfarrer Thomas Knedelhans bleibt kraft Amtes Erster Vorsitzender. Er bezeichnete den Förderverein als "Kulturstütze in der Stadt".
Im vergangenen Jahr gab "Vox Vivendi" aus Dreieich ein Kammerkonzert in der Fastenzeit, Kurt Herdt und Hans Hartmann begeisterten an Orgel und Trompete. Improvisationen mit Orgel und Saxophon zu religiösen Texten kreierten Regionalkantor Thomas Gabriel und Dirko Juchem. Bis auf den letzten Platz gefüllt war die Pfarrkirche, als der Motettenchor Frankfurt Schuberts Deutsche Messe sang. Das Herbstkonzert gestaltete das Kammerorchester Dietzenbach, ein weiteres Orgelkonzert Detlef Steffenhagen.
Der Verein finanziert die Erneuerung der Epitaphien in der Pfarrkirche. Zwei der Wanddenkmäler stehen unter Fenstern im Langhaus, eines über der Sakristeitür. Sie erinnern an die im Gotteshaus bestatteten Angehörigen des Geschlechts derer von Schönborn, Johann Erwin Graf von Schönborn, Reichelsberg und Heusenstamm, Maria Anna, Gräfin von Schönborn; Anna Magdalena, Baronin von Wabbott, Herrin von und zu Bassenheim. Aus Kostengründen wurden einst Arme und Beine aus Gips ergänzt und, damit dies nicht auffiel, mit grauer Farbe angestrichen.
Zur Zeit wird die Coboration entfernt. Schwarzer Marmor wird wieder eingesetzt und mit feinstem Alabaster die Putten und Wappen gestaltet. Ferner reinigt eine Fachfirma die von den Förderern angeschafften Lüster. Margraf konnte auch die Gemeinde für die Öffnung der Krypta gewinnen. Heusenstamm habe die Barockkirche den Schönborns zu verdanken, die sie als Begräbniskirche nutzten. "Das gilt es dankbar zu respektieren. Gräber sollte jeder besuchen können, um zu beten und zu danken oder Zwiesprache zu halten," so Herbert Margraf.
Die rund 6.000 Mark für die Sanierung von sechs der ehemals acht Messingleuchter übernehme die Sparkasse Langen-Seligenstadt. Die Geräte wurden irgendwann laienhaft repariert, mit Zinn verlötet und mit Zapponlack überzogen. Die Reaktion dieser Materialien brachte den Eindruck einer Vergoldung hervor. Umgestaltet werden soll demnächst auch das Außengelände der Balthasar-Neumann-Kirche. Eine Nachbildung der in Maria Himmebskron aufgestellten Kreuzigungsgruppe soll an die Mauer im Kirchhof zurückkehren.
Zu einer Führung mit den Deckengemäbden im Mittelpunkt lädt der Verein am 25. April ein. Es folgt ein Geistliches Konzert am 6. Mai, ein Besuch der St. Paulinkirche in Trier (12. Mai), die Eröffnung der Scheffler-Ausstellung sowie das Turmfest im September. Geplant sind eine musikalische Kirchenführung über "Auferstehung, Erlösung sowie Höllensturz". Am 11. 11. folgt das "Erste Babenhäuser Pfarrer-Kabarett", dann ein Gospel-Konzert, informierte der Geschäftsführer.


An der Spitze des Fördervereins stehen Herbert Margraf (hintere Reihe, Zweiter von links) und Pfarrer Knedelhans (hintere Reihe, Zweiter von rechts). Foto: pro


Mitteilung vom:
erschienen in:

28.03.2001
Stadtpost Heusenstamm


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