Heusenstamm (Schi) - Im Frühjahr diesen Jahres hat die Kolpingsfamilie Heusenstamm zwei
große Schiffs-Container mit Hilfsgütern beladen und nach Eritrea abgeschickt. Nun kam
von den dortigen Kapuziner-Schwestern die Bestätigung, dass beide Container - es waren
der achte und neunte mit Hilfsgütern - wohl behalten angekommen und die Hilfsmittel schon
an Ort und Stelle gebracht wurden. Die von den Schwestern zugesandten Fotos über die
Verteilung der vielen in Heusenstamm und Umgebung gespendeten Kleider an die Kinder und
Frauen im Flüchtlingslager Deda sagen mehr als viele Worte und sind für die
Kolpmgsfamilie das schönste Dankeschön, das auch auf diesem Wege an die
vielen Spender in Heusenstamm weitergegeben werden soll. Die Situation an der Grenze zu
Äthiopien ist zwar durch den bestehenden Friedensplan und die Präsenz vieler
UNO-Blauhelme entspannter, doch die Folgen des mehrjährigen Krieges sind unübersehbar.
So haben die Kapuziner-Schwestern in einem Brief mitgeteilt, dass allein in den zwölf
Dörfern rund um das Krankenhaus von Feledareb mehr als 300 meist sehr junge Witwen leben.
Da es für sie keine Renten gibt, planen die Schwestern analog ihrer an fünf
Stützpunkten praktizierten Arbeit auch in Feledareb ein Ausbildungszentrum. Es gibt
außer den Hütten der Dorfbewohner und dem Krankenhaus - wo auch die Schwestern leben -
keine Räumlichkeiten. Die Schwestern haben der Kolpingsfamilie Heusenstamm einen
Kostenvoranschlag zum Bau eines Hauses vorgelegt, der von 18 000 DM ausgeht. Die Kolpinger
haben getreu dem Kolping-Grundsatz Hilfe zur Selbsthilfe spontan ihre
Unterstützung zugesagt. Da die jungen Witwen zahlreiche Kleinkinder haben, die während
der Ausbildungsstunden betreut werden müssten, soll zusätzlich Raum für einen
Kindergarten geschaffen werden. Die hiesigen Kolpinger erhoffen sich hierfür Hilfe durch
das Kindermissionswerk. Wer bei dem Projekt Ausblldungszentrum für Frauen
helfen möchte, kann es durch eine Spende auf das Konto 04030284 der Kolpingsfamilie bei
der Sparkasse Langen-Seligenstadt (BLZ 50652124) unter dem Kennwort "Eritrea"
tun. Unter dem Motto Solidarität der Tat hat die Stadtverordnetenversammlung
Heusenstamm am 20. Juni beschlossen, 4 000 Mark für dieses Projekt der Kolpingfamilie zur
Verfügung zu stellen. |