Heusenstamm (Schi) - Das zweite Benefiz-Konzert der Kolpingsfamilie Heusenstamm für
Eritrea wurde seinem Motto Musik hilft Helfen in vollem Umfange gerecht. In
diesem Jahr vom Zitherverein Heusenstamm und dem Blasorchester der TSV Heusenstamm
gestaltet, erlebten die zahlreichen Zuhörer zwei abwechslungsreiche Stunden in der
TSV-Turnhalle.
Der Zitherverein unter Leitung von Inge Roß bot zu Beginn ein besonderes
Schmankerl. Die erst zwölfjährige Merle Meyer zeigte an der Harfe ihr
beachtliches Können und bewies, dass sie zurecht in diesem Jahr beim Regionalentscheid
Jugend musiziert Zweite wurde. Viel Applaus war ihr verdienter Lohn. Der
Zithervereln gestaltete dann unter dem Motto Wien bleibt Wien den ersten Teil,
des Konzertes. Drei Gründe sprachen für dieses Motto: Wiener Musik begeistert die
Zuhörer, die Dirigentin ist geborene Wienerin und im Juni war der Verein auf einer
Wienreise, die einen nachhaltigen Eindruck hinterließ. So war es verständlich, dass bei
den teils altbekannten Musikstücken und Ohrwürmern mancher Zuhörer sein
Mitsingen oder Mitsummen unterdrücken musste. Mit dem Lied Sag beim Abschied leise
Servus endete der musikalische Streifzug mit den Zitherverein durch Wien.
Im zweiten Teil des Konzertes zeigte das Blasorchester der TSV unter Leitung von Thomas
Uhl die volle Bandbreite seines Könnens. Die Zuschauer wurden auf eine musikalische Reise
nach Nord- und Südamerika und in die Karibik entführt. Auch hier waren, die meisten der
Musikstücke dem Publikum vertraut. Viel Beifall für den Solisten Uwe Urmann beim
Tuba Tiger Rag. Harry Belafonte ließ dann mit den Welthits Banana Boat
Song, Angelina und Island in the Sun grüßen. Zurück nach
Europa kamen die Freunde der Egerländer Volksmusik auch noch zu ihrem Recht. Mit der
alten schottischen Volksweise Amazing Grace endete das Benefizkonzert und wenn
der alte Spruch Applaus ist das Brot des Künstlers stimmt, musste keiner der
Akteure aus beiden Vereinen hungrig nach Hause gehen. Bei den Kolpingern gab es am Ende
auch nur zufriedene Gesichter, denn die Besucher spendeten knapp 3000 Mark und eine
spontane Einzelspende von 1000 Mark waren der Lohn für den Einsatz in der Hilfe für
Eritrea.
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