Weltweite Unterstützung
mit Narretei und Appetit
Pfarrei St. Cäcilia: Mehr als 3.000 Euro für Projekte |
Heusenstamm (pro) - Fünf Hilfsprojekte, von Kongo bis Sumba, von Eritrea bis Lima
in Peru und in Betlehem, werden kontinuierlich von Gläubigen der Gemeinde St. Cäcilia
unterstützt. Mechthild Schreiner, die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, überreichte
jetzt symbolisch je 500 Euro an die Vertreter der Aktionen. Das Geld stammt aus dem Erlös
der Fastnachtssitzungen der Katholiken. Inzwischen ist auch der Reingewinn des
Missionsessens bekannt, jede Gruppe erhält dank einer Rekordbeteiligung zusätzliche
107,20 Euro.
In einem Land wie dem Kongo, erzählt die 81-jährige Susanne Kayser, unterhalte die
Kirche das einzige funktionierende System. Die Diözese Inongo und Bischof Leon Lesambo
organisierten während der 20 Jahre Bürgerkrieg die Ausbildung von Priestern, Schwestern,
Katecheten und Pflegern. Auch Ernährungsprogramme fördern die Heusenstammer. So
initiierte die Seniorin im vergangenen Jahr eine Rinderzucht mit einer neuen Rasse. Die
Bewohner sollen diese Aufgabe nun in eigener Regie weiterführen.
Federführend bei Hilfsmaßnahmen für Flüchtlinge und Frauen in Eritrea ist die
Kolpingsfamilie, die erst jüngst wieder einen Schiffscontainer ins Rote Meer entsandte
(wir berichteten). Auch in Sumba auf Indonesien wird die Ausbildung von Katecheten und der
Aufbau von Missionsstationen gefördert, im peruanischen Lima finanzieren die Christen
eine Suppenküche für Straßenkinder.
Der Kontakt zu Pater Peter Madros in Betlehem ist nach Ausbruch der jüngsten Konflikte
abgebrochen. Hier sitzen die palästinensischen Katholiken zwischen allen
Stühlen, werden von den Israelis abgelehnt und von ihrem eigenen Volk nicht
anerkannt. Der Seelsorger betreut 700 Schüler sowie zum Teil deren Familien.
Wir verteilen kein Geld nach dem Gießkannenprinzip, so Mechthild Schreiner.
Die Partner rund um den Globus können sich jedoch darauf verlassen, dass die
Heusenstammer regelmäßig ihr Eigenengagement unterstützen.
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Foto: pro
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PGR-Vorsitzende Mechthild Schreiner (von rechts) überreichte je 500 Euro an die Vertreter
der pfarrlichen Hilfsprojekte: Jochen Bauer (Eritrea), Marianne Frank (Lima), Susanne
Kayser (Kongo), Herbert Margraf (Sumba) und Anita Wöhl (Bethlehem).
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Mitteilung vom:
erschienen in: |
03.04.2002
Stadtpost Heusenstamm |
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