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Stand 04. Mai 2002

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Sternsinger-Aktion bezahlt einen geländegängigen Krankenwagen
Wieder sind zwei Container voller Hilfsgüter nach Eritrea unterwegs

Heusenstamm (Schi) - Die Kolpingsfamilie Heusenstamm kann wieder einmal ein positives Fazit bei Ihren vielfältigen Hilfsaktionen für Eritrea ziehen. Während der im März diesen Jahres von Heusenstamm abgesandte Schiffs-Container inzwischen wohlbehalten bei den Kapuziner-Schwestern angekommen ist, wurde in dieser Woche ein weiterer - es war bereits der elfte Container - mit Hilfsgütern auf den Weg gebracht. Dazu kommt, dass die Sternsinger einen geländegängigen Krankenwagen für den Transport von Kranken zwischen dem Flüchtlingslager nahe der äthiopischen Grenze und dem 35 Kilometer entfernten Krankenhaus finanzieren.
Der Inhalt der beiden Container deckt ein großes Spektrum an Hilfe ab. So erhalten die beiden Krankenhäuser in Enghela und Feledareb komplett ausgestattete Betten, Untersuchungsliegen, Roll- und Krankenstühle sowie 200 Pakete mit Verbandsmaterial, während die Nähmaschinen, ein Webstuhl und viele Pakete mit Stoffen, Wolle und Nähbedarf an die fünf Ausbildungszentren für Kriegswitwen gehen.
Dank der großen Hilfsbereitschaft der Heusenstammer konnten von den Kolpingern fast 400 Pakete mit Kleidung, Schuhen und Wolldecken gepackt werden, die für das Flüchtlingslager in “Endab Stifanos” bestimmt sind. Das bisher nur wenige Kilometer vom Krankenhaus in Enghela entfernte und in den letzten Jahren von der Kolpingsfamilie unterstützte Lager “Deda” wurde aufgelöst und die dort zunächst untergebrachten 4000 Flüchtlinge näher zur Grenze mit Äthiopien “verlagert”, was auch andere Lager betraf. Die Gesamtzahl der Flüchtlinge liegt nun bei 10000, davon etwa 6000 Kinder. Wie ein Besuch im Oktober des vergangenen Jahres zeigte, ist die medizinische Versorgung katastrophal. Neben dem aus Heusenstamm stammenden großen Krankenzelt gibt es nur eine bescheidene Krankenstation (Raumgröße circa sechs Quadratmeter). Hier arbeitet ein von der Regierung bestimmter “Arzt” mit amputiertem Unterschenkel, dessen Ausbildung darin besteht, dass er während des Krieges im Feldlazarett den Ärzten zuschaute und Handreichungen ausführte. Im steinigen und hügeligen Lagerbereich ist er durch seine Behelfsprothese nur beschränkt in der Lage, “Hausbesuche” zu machen.
Das Krankenhaus von Enghela ist weit weg, den Kranken bleibt nur der Fußweg oder Transport per Esel oder Kamel, was jedoch in akuten Fällen den Tod vor Ort bedeutet. Meist betrifft es unterernährte Kinder. Die Kolpingsfamilie bat deshalb das Kindermissionswerk (“Sternsinger­Aktion”) um Hilfe. Nun kam der Bescheid, dass mehr als 30000 Euro zum Kauf einer neuen Ambulanz bewilligt wurden, entsprechend groß ist die Freude der Kolpingsfamilie.


Foto: schi


In Heusenstamm wurden mit viel Sorgfalt mehr als 400 Pakete mit gespendeter Kleidung und Schuhen gepackt, die alle für die Flüchtlinge im Lager “Endab Stifanos” bestimmt waren. Die Kapuziner-Schwestern übernehmen die Verteilung und sind die sicherste Garantie, dass alles den Bedürftigen zugute kommt.

Mitteilung vom:
erschienen in:

01.05.2002
Stadtpost Heusenstamm


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