Im Schmelztiegel der
Jahrtausende
Gruppe der Pfarrei St. Cäcilia war auf
mehrtägiger Sizilienfahrt |
Heusenstamm (red) - Unter dem Titel Sizilien - Schmelztiegel der Jahrtausende
unternahm eine Gruppe von 41 Menschen der Pfarrei St. Cäcilia eine Gruppenfahrt nach
Sizilien. Dort wo jetzt die Lava brodelt standen vor kurzem die Reiseteilnehmer auf dem
Ätna. Es war die 10. Fahrt, die eine Gruppe von St. Cäcilia unter Leitung von Herbert
Margraf, unternommen hat.
Trotz eines Fluglotsenstreiks der Fluggesellschaft Alitalia konnte die Gruppe mit nur 30
Minuten Verspätung die Sizilienreise antreten. Spät in der Nacht wurden die
Heusenstammer von ihrer Reiseleiterin Ursula Lombardo und Mario, dem Busfahrer, in Empfang
genommen und ins Hotel nach Syrakus gefahren.
Den folgenden Tag füllte eine ganztägige Besichtigung von Syrakus aus, dessen
Christengemeinde als erste nach Antiochia bereits im Jahr 44 vom Petrusschüler Marcianus
gegründet und von Paulus auf seiner Gefangenschaftsreise für einige Tage besucht worden
sein soll. Natürlich gehörten auch ein Gang durch die Katakomben von S. Giovanni mit
Krypta von San Marciano und der Besuch der Archäologischen Zone mit Dionysosohr zum
Besichtigungsprogramm. Das Ohr des Dionysos ist eine 60 Meter lange und 23 Meter hohe
Höhle, die oben fünf Meter und unten elf Meter breit ist. Natürlich wollte die Gruppe
solch ein Gewölbe nicht verlassen, ohne die Akustik zu testen. Deshalb teilte sie sich:
der eine Teil sang im Inneren einen Kanon unter der Leitung von Agnes Margraf, und der
andere Teil lauschte am Ausgang. Anschließend wurden die Rollen getauscht. Der Wohlklang
der Darbietung stand außer Zweifel.
Am dritten Tag ging es nach Enna, dem Nabel Siziliens zur römischen Villa del
Casale mit einzigartig gut erhaltenen Fußbodenmosaiken. Nach der Besichtigung stand eine
Fahrt durch die Schwefelgebiete von Caltanisetta nach Agrigent an. Der nächste Tag in
Agrigent begann bei strahlendem Sonnenschein unter Palmen am Pool des Hotels mit der
Morgenbesinnung, die das Thema loslassen und genießen als Schwerpunkt hatte.
Dies gab genau die richtige und passende Einstimmung für den Tag. Die folgende Fahrt
führte entlang des Meeres in das Tal der Tempel, einem jener griechischen
Wunderorte aus dem 5. Jahrhundert vor Christus.
Am fünften Tag führte die Fahrt von Agrigent über Sciacca zum kleinen Seebad Marinella
mit Besichtigung der griechischen Ruinen von Selinunt und des Demeterheiligtums. An einem
Traumstrand wie aus dem Bilderbuch, wo man unterhalb der Akropolis antike Tonscherben
bisweilen nur aufzuklauben braucht, wurde die Mittagspause verbracht.
Wer dem tiefblauen Wasser nicht widerstehen konnte, verzichtete auf das Mittagessen und
tauchte sogleich ein in das Afrikanische Meer. Nach der erholsamen Mittagspause standen
der Besuch der antiken Steinbrüche von Rocche die Cusa, des Elymertempels von Segesta und
die Fahrt nach Palermo, der Hauptstadt Siziliens, an.
Am sechsten Tag führte die Fahrt durch die Goldene Muschel der Orangenhaine zum
Normannendom von Monreale, der durch seine reiche Mosaikausstattung, das Bronzeportal und
den skulpturenreichen Kreuzgang Zeugnis für die Hochblüte der mittelalterlichen Kunst
Siziiens ablegt, in der byzantinischarabische mit normannischer und lateinischer
Stiltradition zu einer harmonischen Einheit verschmolzen sind.
Entlang der Nordküste vorbei an Himera nach Cefalu ging es am nächsten Tag mit Besuch im
Normannendom und Gang durch die verwinkelte Altstadt. Der Weg führte weiter auf die Rocca
und über die Keramikstadt S. Stefano di Camastra, Tindari, Milazzo nach Messina: Dort ein
kurzer Halt mit Blick über die Meerenge von Messina und Weiterfahrt entlang der Ostküste
nach Giardini Naxos bei Taormina.
Am achten Reisetag ging es zunächst zur wundervollen Stadt Taormina zur Besichtigung des
Griechischen Theaters mit überwältigenden Blick auf den Ätna. Nach einem Bummel durch
Taormina ging die Fahrt weiter zum Ätna.
Die zwei nächsten Reisetage waren als Bade- und Erholungstage eingeplant, bevor es am
letzten Tag nach Catania ging. Noch einmal konnten alle auf dem Markt die Gerüche
Siziliens schnuppern und alle Köstlichkeiten und Schönheiten einkaufen, bevor der
Rückflug nach Hause anstand.
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41 Mitglieder der Gemeinde St. Cäcilia unternahmen eine mehrtägige Reise nach Sizilien,
dem Schmelztiegel der Jahrtausende.
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Mitteilung vom:
erschienen in: |
20.11.2002
Stadtpost Heusenstamm |
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