Pressemitteilungen

Stand 16. Jan. 2003

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Kühne Klangfarben und selten zu hörende Stücke
Orgelkonzert des Fördervereins St. Cäcilia

Heusenstamm (schu) - Seine ersten Sporen als Tastenkünstler hat sich Andreas Hotz am Adolf-Reichwein-Gymnasium verdient, wo er schon früh an Cembalo und Klavier seine Begabung in Ensemble- und Solospiel bewies. Nun kehrte der Orgelstudent, Lücker-­Schüler und Cusanus-Stipendiat als mehrfach preisgekrönter Musiker nach Heusenstamm zurück, um auf Einladung des Fördervereins Balthasar-Neumann-Kirche St. Cäcilia die Konzertreihe des neuen Jahres einzuleiten.
In einem einfallsreich zusammengestellten Programm aus bekannten und seltener zu hörenden Werken zeigte er außer solidem Können vor allem seine Kunst des Registrierens. Im kontrapunktischen Gefüge von Johann Sebastian Bachs Präludium und Fuge G-Dur kamen plastisch die einzelnen Stimmen zur Geltung, ebenso in dessen Orgeltranskription von Vivaldis d-moll-Doppelkonzert. Zu einem Kabinettstück an Klangfarben-Raffinesse geriet die A-Dur-Sonate des Bach-Sohns Carl Philipp Emmanuel. Auch Buxtehudes Choralvariationen über “Wie schön leuchtet der Morgenstern” verstand Hotz farbig zu registrieren. In Bachs Triosonate Es-Dur setzte er die Oberstimmen dialogisierend gegeneinander und kontrastreich gegen das sehr tief registrierte Pedal ab. In französisch-romantischer Klangfarbe erklangen die Hymnus-Bearbeitung “Creator alme siderum” und das “Prière” des belgischen Komponisten Nicolas Jacques Lemmens.
Die Benefizveranstaltung, deren Ertrag einer Kreuzigungsgruppe zugute kommen soll, erhielt meditativen Charakter durch weihnachtlich geprägte Texte von Angelus Silesius, Hermann Hesse und Nelson Mandela, gelesen von Sixta Thomas. Nach dem virtuosen Finale mit Bachs Orgelkonzert BWV 598 bekam der Dietzenbacher Gast verdienten dankbaren Beifall von einem zahlreich erschienenen Publikum.
Mit Bachs Bearbeitung des Adventsliedes “Nun komm der Heiden Heiland” als Zugabe fügte auch Hotz das Konzert in den Festkreis von Advent und Weihnachten.

Mitteilung vom:
erschienen in:

15.01.2003
Stadtpost Heusenstamm


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