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Stand 15. Febr. 2003

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Viel Lokalkolorit zum Fastnachts-Jubiläum
Cäcilianer feierten mit Sitzungen das 25-jährige Bestehen des Pfarrheims

Heusenstamm (mcj) - 25 Jahre sind zwar nicht gerade ein närrisches Jubiläum, aber natürlich auch für das treue Gefolge von Gott Jokus ein ganz besonderer Anlass zum Feiern. Zum Beispiel für die närrischen Katholiken von St. Cäcilia, deren Pfarrheim seit einem Vierteljahrhundert steht und seither die Fastnachtssitzungen der Cäcilianer beherbergt. So auch am vergangenen Wochenende, als die Cäcilianer mit zwei ausverkauften Jubiläumssitzungen die heiße Phase der Heusenstammer Fastnacht eröffnet haben.
Dazu boten sie ihrem Publikum im voll besetzten Saal ein über vierstündiges Programm, das von Anfang bis Ende selbst gemacht ist. Von den Büttenreden über Tänze und Liedtexte bis zum Essen aus der Küche glänzte alles durch das liebevolle Engagement der Schlossstädter - entsprechend hoch war der Anteil an Lokalkolorit, der jeder Fastnachtssitzung erst die rechte Würze gibt. Beteiligt waren daran rund 120 Cäcilianer, ob auf, vor, hinter oder neben der Bühne; die Kapelle Thomas Uhl und Werner Hengge, Mundschenke, Technik, Bedienung sowie Küchen- und Garderobenpersonal mitgerechnet.
Den meisten Applaus erhielten natürlich die Aktiven auf der Bühne, die das umfangreiche Programm in langer Probenarbeit auf die Beine gestellt haben. Auf die eigenen Beine ganz besonders angewiesen sind natürlich die Garden, allesamt eine Augenweide - auf die eine oder andere Weise. Das fünfköpfige Männer-Wasserballett in modisch gestreiften Badeanzügen unter der Leitung von Sabine Tscherney-Ott und Heike Stadler brillierte im Synchrontrockenschwimmen ebenso komisch wie die tanzenden Trauben zur weinseeligen Stimmungsmusik, die das Tanzen bei Theresa Berninger erlernten.
Die übrigen Garden nahmen ihren Auftrag ein kleines bisschen ernster. Die jüngsten Tanzmädchen präsentierten als “Las Ketchup” den Sommerhit des vergangenen Jahres mit einer Choreographie von Monika Höß und Bärbel Seidewitz. Südamerikanisch ging es gleich zweimal zu: Die deutsch-brasilianischen Fußballfrauen erinnerten an die Weltmeisterschaft in Asien, während sieben Sambatänzerinnen und ein “Sambabauchtänzer”‚ gemeinsam mit ihrer Trainerin Ines Heberer einen Hauch von Karneval in Rio verbreiteten. Besonders komisch war der Tanz der Sahnetörtchen, einstudiert von Theresa Berninger: Pfarrer Thomas Knedelhans sprang als dicke Kirsche aus der Torte.
Der Pfarrer setzte auch einen musikalischen Akzent, als er als Bänkelsänger vom “Windhauch der Veränderung” sang und pfiff. Er münzte seinen Text ebenso auf Heusenstamm wie die übrigen Musiker des Abends. Nicht fehlen durften natürlich die beiden singenden Clowns Frank (Plomer) und Frank (Neumann), die in diesem Jahr ohne ihren Pianisten Marcus Brembs auskommen mussten. Sie gehören ebenso zum festen Programm der Cäcilianer Fastnacht wie die “Parre Boys”: Markus Bumb, Christoph Heberer und Hendrik van Eck brachten als singende Monsignores reichlich Lokalkolorit mit auf die Bühne.
Singend näherte sich auch das Finale mit Sabine Röben-Fuhr und Sabine Tscherney-Ott als singende Wirtinnen vom Blauen Bock. Sie ließen das vergangene Vierteljahrhundert der Fastnacht im Pfarrheim von St. Cäcilia noch einmal Revue passieren und holten manch alten Gefährten auf die Bühne. Größte Überraschung war wohl der Auftritt von Pfarrer Ludwig, der früher St. Cäcilia in Kanzel und Bütt begleitete.
In die Bütt stiegen natürlich auch in diesem Jahr einige der Cäcilianer: Der frühere Kinderstar Christiane Blumenberg hielt eine Laudatio auf den Pfarrsaal, das “Frankforter Schlippche” Ines Heberer hat es mitsamt dem Duft der weiten Welt in die Schlossstadt verschlagen, und die neue Pfarrsekretärin Ulrike Werner bewies, dass der Alltag im Pfarrbüro noch immer die besten Geschichten schreibt. Großen technischen Aufwand betrieben fünf Nachwuchs-Cäcilianer: Sie präsentierten die Show “Wer wird Millionär in St. Cäcilia”. Kandidat Pfarrer Knedelhans (Jörg Wiegand) kannte bei Quizmaster Dr. Roland Krebs (Martin Scherbaum) 111.111 Cäcilianer-Taler, wohlgemerkt keine “Himmelskronen”, gewinnen. Dabei halfen ihm Telefonjoker Marianne Schwachhöfer, gespielt von Daniel Schreiner, sowie Dominik und Benjamin Hohls, die den obligatorischen Werbeblock einspielten.
Der Besuch des 11. Heusenstammer Prinzenpaares rundete die Sitzung unter der Leitung von Präsident Ewald Schreiner ab. Mechthild II. und Reiner I. wurden von ihrem Hofstäat nebst Funkenkanone begleitet, als sie die heiße Phase der Kampagne bei den Cäcilianern eröffneten.
Das Publikum hatte sichtlich seinen Spaß daran und beteiligte sich tatkräftig an der guten Stimmung: Das Heusenstamm-Lied sangen die Zuschauer im Pfarrsaal minutenlang aus vollem Halse.

Foto: Marcus Janz Den großen Sommerhit des vergangenen Jahres präsentierte die Kindertanzgruppe "Las Ketchup" bei den Fastnachtssitzungen in St. Cäcilia, und auch der Steuer-Kanzler Schröder bekam dabei "sein Fett weg".
 
Foto: Marcus Janz Südamerikanische Rhythmen brachten sieben Sambatänzerinnen und ein glitzernder "Bauchtänzer" zu einen Lied von Captain Jack bei der Sitzung der Cäcilianer auf die Bühne des Pfarrheims von St. Cäcilia.
 
Foto: Marcus Janz Als Bänkelsänger trat Pfarrer Thomas Knedelhans bei den Cäcilianern auf und sang und pfiff vom "Windhauch der Veränderung", der auch durch Heusenstamm und Rembrücken weht.
 

Mitteilung vom:
erschienen in:

13.02.2003
Stadtpost Heusenstamm


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