Viel Lokalkolorit zum
Fastnachts-Jubiläum
Cäcilianer feierten mit Sitzungen das
25-jährige Bestehen des Pfarrheims |
Heusenstamm (mcj) - 25 Jahre sind zwar nicht gerade ein närrisches Jubiläum, aber
natürlich auch für das treue Gefolge von Gott Jokus ein ganz besonderer Anlass zum
Feiern. Zum Beispiel für die närrischen Katholiken von St. Cäcilia, deren Pfarrheim
seit einem Vierteljahrhundert steht und seither die Fastnachtssitzungen der Cäcilianer
beherbergt. So auch am vergangenen Wochenende, als die Cäcilianer mit zwei ausverkauften
Jubiläumssitzungen die heiße Phase der Heusenstammer Fastnacht eröffnet haben.
Dazu boten sie ihrem Publikum im voll besetzten Saal ein über vierstündiges Programm,
das von Anfang bis Ende selbst gemacht ist. Von den Büttenreden über Tänze und
Liedtexte bis zum Essen aus der Küche glänzte alles durch das liebevolle Engagement der
Schlossstädter - entsprechend hoch war der Anteil an Lokalkolorit, der jeder
Fastnachtssitzung erst die rechte Würze gibt. Beteiligt waren daran rund 120 Cäcilianer,
ob auf, vor, hinter oder neben der Bühne; die Kapelle Thomas Uhl und Werner Hengge,
Mundschenke, Technik, Bedienung sowie Küchen- und Garderobenpersonal mitgerechnet.
Den meisten Applaus erhielten natürlich die Aktiven auf der Bühne, die das umfangreiche
Programm in langer Probenarbeit auf die Beine gestellt haben. Auf die eigenen Beine ganz
besonders angewiesen sind natürlich die Garden, allesamt eine Augenweide - auf die eine
oder andere Weise. Das fünfköpfige Männer-Wasserballett in modisch gestreiften
Badeanzügen unter der Leitung von Sabine Tscherney-Ott und Heike Stadler brillierte im
Synchrontrockenschwimmen ebenso komisch wie die tanzenden Trauben zur weinseeligen
Stimmungsmusik, die das Tanzen bei Theresa Berninger erlernten.
Die übrigen Garden nahmen ihren Auftrag ein kleines bisschen ernster. Die jüngsten
Tanzmädchen präsentierten als Las Ketchup den Sommerhit des vergangenen
Jahres mit einer Choreographie von Monika Höß und Bärbel Seidewitz. Südamerikanisch
ging es gleich zweimal zu: Die deutsch-brasilianischen Fußballfrauen erinnerten an die
Weltmeisterschaft in Asien, während sieben Sambatänzerinnen und ein
Sambabauchtänzer gemeinsam mit ihrer Trainerin Ines Heberer einen Hauch
von Karneval in Rio verbreiteten. Besonders komisch war der Tanz der Sahnetörtchen,
einstudiert von Theresa Berninger: Pfarrer Thomas Knedelhans sprang als dicke Kirsche aus
der Torte.
Der Pfarrer setzte auch einen musikalischen Akzent, als er als Bänkelsänger vom
Windhauch der Veränderung sang und pfiff. Er münzte seinen Text ebenso auf
Heusenstamm wie die übrigen Musiker des Abends. Nicht fehlen durften natürlich die
beiden singenden Clowns Frank (Plomer) und Frank (Neumann), die in diesem Jahr ohne ihren
Pianisten Marcus Brembs auskommen mussten. Sie gehören ebenso zum festen Programm der
Cäcilianer Fastnacht wie die Parre Boys: Markus Bumb, Christoph Heberer und
Hendrik van Eck brachten als singende Monsignores reichlich Lokalkolorit mit auf die
Bühne.
Singend näherte sich auch das Finale mit Sabine Röben-Fuhr und Sabine Tscherney-Ott als
singende Wirtinnen vom Blauen Bock. Sie ließen das vergangene Vierteljahrhundert der
Fastnacht im Pfarrheim von St. Cäcilia noch einmal Revue passieren und holten manch alten
Gefährten auf die Bühne. Größte Überraschung war wohl der Auftritt von Pfarrer
Ludwig, der früher St. Cäcilia in Kanzel und Bütt begleitete.
In die Bütt stiegen natürlich auch in diesem Jahr einige der Cäcilianer: Der frühere
Kinderstar Christiane Blumenberg hielt eine Laudatio auf den Pfarrsaal, das
Frankforter Schlippche Ines Heberer hat es mitsamt dem Duft der weiten Welt in
die Schlossstadt verschlagen, und die neue Pfarrsekretärin Ulrike Werner bewies, dass der
Alltag im Pfarrbüro noch immer die besten Geschichten schreibt. Großen technischen
Aufwand betrieben fünf Nachwuchs-Cäcilianer: Sie präsentierten die Show Wer wird
Millionär in St. Cäcilia. Kandidat Pfarrer Knedelhans (Jörg Wiegand) kannte bei
Quizmaster Dr. Roland Krebs (Martin Scherbaum) 111.111 Cäcilianer-Taler, wohlgemerkt
keine Himmelskronen, gewinnen. Dabei halfen ihm Telefonjoker Marianne
Schwachhöfer, gespielt von Daniel Schreiner, sowie Dominik und Benjamin Hohls, die den
obligatorischen Werbeblock einspielten.
Der Besuch des 11. Heusenstammer Prinzenpaares rundete die Sitzung unter der Leitung von
Präsident Ewald Schreiner ab. Mechthild II. und Reiner I. wurden von ihrem Hofstäat
nebst Funkenkanone begleitet, als sie die heiße Phase der Kampagne bei den Cäcilianern
eröffneten.
Das Publikum hatte sichtlich seinen Spaß daran und beteiligte sich tatkräftig an der
guten Stimmung: Das Heusenstamm-Lied sangen die Zuschauer im Pfarrsaal minutenlang aus
vollem Halse.
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Den großen Sommerhit des vergangenen Jahres
präsentierte die Kindertanzgruppe "Las Ketchup" bei den Fastnachtssitzungen in
St. Cäcilia, und auch der Steuer-Kanzler Schröder bekam dabei "sein Fett weg". |
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Südamerikanische Rhythmen brachten sieben
Sambatänzerinnen und ein glitzernder "Bauchtänzer" zu einen Lied von Captain
Jack bei der Sitzung der Cäcilianer auf die Bühne des Pfarrheims von St. Cäcilia. |
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Als Bänkelsänger trat Pfarrer Thomas Knedelhans bei
den Cäcilianern auf und sang und pfiff vom "Windhauch der Veränderung", der
auch durch Heusenstamm und Rembrücken weht. |
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Mitteilung
vom:
erschienen in: |
13.02.2003
Stadtpost Heusenstamm |
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