Pfarrer Knedelhans wirft das Handtuch
Seelsorger verlässt St. Cäcilia zum
Monatsende |
Heusenstamm (red) - Die Nachricht, die der für das Personalwesen beim Bistum Mainz
verantwortliche Domkapitular Dietmar Giebelmann, in den Wochenendgottesdiensten
verkündete, kam für die meisten Katholiken überraschend: Pfarrer Thomas Knedelhans
verlässt auf eigenen Wunsch die Gemeinde St. Cäcilia/ Maria Qpferung zum Ende dieses
Monats. Der Seelsorger zieht damit die Konsequenzen aus seinem augenscheinlich
angespannten Verhältnis zwischen kirchlichen Gremien (Pfarrgemeinderat und
Verwaltungsrat) sowie Einzelpersonen.
Wie Prälat Giebelmann der Gemeinde in den Gottesdiensten mitteilte, wird sich Pfarrer
Knedelhans für die kommenden drei Monate in ein Kloster zurückziehen. Die Pfarrstelle
wurde bereits zum 1. September ausgeschrieben, in der Zwischenzeit führt Dekan Johannes
Schmitt-Helfferich aus Mühlheim die Amtsgeschäfte. Die Gottesdienste wird ein vom Bistum
Mainz entsandter Priester halten.
Pfarrgemeinderats-Vorsitzende Mechthild Schreiner wollte auf Anfrage der StadtPost den
Vorgang nicht kommentieren und verwies auf eine Sitzung dieses Gremiums am
Dienstagabend. Danach werde es eine offizielle Stellungnahme geben. Außerdem verwies
Schreiner auf die Internetseiten der Gemeinde. Dort hatte der Pfarrgemeinderat am Samstag
den Weggang von Pfarrer Thomas Knedelhans gemeldet.
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"Habe mir Entscheidung nicht
leicht gemacht"
Pfarrer Knedelhans' Abschiedsworte an die
Gemeinde |
Heusenstamm (red) - In der am kommenden Wochenende erscheinenden Ausgabe Nr. 8 des
gemeinsamen Mitteilungsblatts der katholischen Pfarrgemeinden Heusenstamms, Unser
Kercheblättche, nimmt Thomas Knedelhans, scheidender Pfarrer der Gemeinden St.
Cäcilia und Mariä Opferung, schriftlich Abschied von den Gemeindemitgliedern. Er
schreibt:
2003: das Jahr der Veränderung, so habe ich im ersten Blättche geschrieben. Ich
hatte eigentlich das so gedacht, dass es um Veränderungen in der Pastoral nach dem
Leitwort des Papstes Duc ion Altum und um neue Formen der Zusammenarbeit im Pfarrverband
geht. Nachdem ich da einiges versucht und angestoßen habe (vielleicht auch zu ungestüm
und ungeschickt), habe ich an Reaktionen von Einzelpersonen und Gremien gemerkt,
dass ich weder kurz- noch mittelfristig mit diesem Anliegen auf breite Unterstützunge
rechnen kann.
Ich habe mich daher am 4. Februar 2003 dazu entschlossen, meinen Rücktritt einzureichen.
Es sollte von mir aus schon zum 1. März sein, damit die Stellenausschreibung erfolgen
kann und für die Pfarrgemeinderatswahl der neue Pfarrer feststehen kann und so die
Kandidaten da größere Sicherheit haben.
Ich werde jetzt drei Monate zur Fortbildung in einem Kloster sein, wo ich lernen will, wie
ich den Menschen die Sehnsucht nach dem Meer lehren kann, wenn ich vorhabe, ein Boot
zu bauen. Allen, die mit mir gerne in diesem Boot zu einer erneuerten Gemeinde
gefahren wären und die nun enttäuscht sind über mein Aussteigen, kann ich
nur sagen: ich habe mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht....
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Mitteilung
vom:
erschienen in: |
26.02.2003
Stadtpost Heusenstamm |
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