Pressemitteilungen

Stand 28. Febr. 2003

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Pfarrer Knedelhans wirft das Handtuch
Seelsorger verlässt St. Cäcilia zum Monatsende

Heusenstamm (red) - Die Nachricht, die der für das Personalwesen beim Bistum Mainz verantwortliche Domkapitular Dietmar Giebelmann, in den Wochenendgottesdiensten verkündete, kam für die meisten Katholiken überraschend: Pfarrer Thomas Knedelhans verlässt auf eigenen Wunsch die Gemeinde St. Cäcilia/ Maria Qpferung zum Ende dieses Monats. Der Seelsorger zieht damit die Konsequenzen aus seinem augenscheinlich angespannten Verhältnis zwischen kirchlichen Gremien (Pfarrgemeinderat und Verwaltungsrat) sowie Einzelpersonen.
Wie Prälat Giebelmann der Gemeinde in den Gottesdiensten mitteilte, wird sich Pfarrer Knedelhans für die kommenden drei Monate in ein Kloster zurückziehen. Die Pfarrstelle wurde bereits zum 1. September ausgeschrieben, in der Zwischenzeit führt Dekan Johannes Schmitt-Helfferich aus Mühlheim die Amtsgeschäfte. Die Gottesdienste wird ein vom Bistum Mainz entsandter Priester halten.
Pfarrgemeinderats-Vorsitzende Mechthild Schreiner wollte auf Anfrage der StadtPost den Vorgang nicht kommentieren und verwies auf eine Sitzung dieses Gre­miums am Dienstagabend. Danach werde es eine offizielle Stellungnahme geben. Außerdem verwies Schreiner auf die Internetseiten der Gemeinde. Dort hatte der Pfarrgemeinderat am Samstag den Weggang von Pfarrer Thomas Knedelhans gemeldet.


"Habe mir Entscheidung nicht leicht gemacht"
Pfarrer Knedelhans' Abschiedsworte an die Gemeinde

Heusenstamm (red) - In der am kommenden Wochenende erscheinenden Ausgabe Nr. 8 des gemeinsamen Mitteilungsblatts der katholischen Pfarrgemeinden Heusenstamms, “Unser Kercheblättche”, nimmt Thomas Knedelhans, scheidender Pfarrer der Gemeinden St. Cäcilia und Mariä Opferung, schriftlich Abschied von den Gemeindemitgliedern. Er schreibt:
“2003: das Jahr der Veränderung, so habe ich im ersten Blättche geschrieben. Ich hatte eigentlich das so gedacht, dass es um Veränderungen in der Pastoral nach dem Leitwort des Papstes Duc ion Altum und um neue Formen der Zusammenarbeit im Pfarrverband geht. Nachdem ich da einiges versucht und angestoßen habe (vielleicht auch zu ungestüm und ungeschickt), habe ich an Reaktionen von Einzelpersonen  und Gremien gemerkt, dass ich weder kurz- noch mittelfristig mit diesem Anliegen auf breite Unterstützunge rechnen kann.
Ich habe mich daher am 4. Februar 2003 dazu entschlossen, meinen Rücktritt einzureichen. Es sollte von mir aus schon zum 1. März sein, damit die Stellenausschreibung erfolgen kann und für die Pfarrgemeinderatswahl der neue Pfarrer feststehen kann und so die Kandidaten da größere Sicherheit haben.
Ich werde jetzt drei Monate zur Fortbildung in einem Kloster sein, wo ich lernen will, wie ich ‚den Menschen die Sehnsucht nach dem Meer lehren kann, wenn ich vorhabe, ein Boot zu bauen.‘ Allen, die mit mir gerne in diesem Boot zu einer erneuerten Gemeinde gefahren wären und die nun enttäuscht sind über mein ‚Aussteigen‘, kann ich nur sagen: ich habe mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht....”

Mitteilung vom:
erschienen in:

26.02.2003
Stadtpost Heusenstamm


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