Heusenstamm (pro) - Einen neuen Vorstand
wählte der Förderverein Balthasar-Neumann-Kirche St. Cäcilia. Bei der
Jahreshauptversammlung am Donnerstag vergangener Woche wurden Herbert Margraf als Erster
und Jürgen Blumenberg als Zweiter Vorsitzender bestätigt. Kassierer bleibt Theo Murmann,
Schriftführer ist nun Uwe Fricke, da Sixta Thomas nicht mehr kandidierte. Sie arbeitet
künftig mit ihrem Mann Frank sowie Herbert Turba und Walter Wilhelm als Beisitzerin mit.
Heinz Dassinger und Wendelin Weber prüfen auch in den nächsten zwei Jahren die Kasse.
Die Amtszeit wurde damit um zwölf Monate verkürzt. Außerdem stimmten die 18 anwesenden
Mitglieder einem Antrag des ausgeschiedenen Pfarrer Thomas Knedelhans zu, aus der Satzung
die Regel zu streichen, dass der Seelsorger der Gemeinde stets kraft Amtes Erster
Vorsitzender der Gemeinschaft sein muss. Das Führungsgremium wurde zugleich von zwei auf
vier Beisitzer erweitert. Einer wird in der konstituierenden Sitzung zum Stellvertreter
des Zweiten Vorsitzenden gewählt.
Für 30.000 Euro ließ der Verein eine Nachbildung der Kreuzigungsgruppe aus dem
Kirchumgang in Sandstein fertigen. Die Figuren zieren als Geschenk der Gemeinde St.
Cäcilia seit ihrer Weihe 1956 die Kirche Maria Himmelskron. Auf ihrem angestammten Platz
stehen jetzt die gelungenen Kopien. 21.000 Euro zahlten der Förderverein bereits, 9.000
Euro legte der Gesamtverband der katholischen Pfarrgemeinden in Heusenstamm vor. Die
Steinmetze und Künstler Richard Löbig und Martin Stein erläuterten die Entstehung der
neuen Kreuzigungsgruppe mit Fotos. Blumenberg listete in seinem ßerieht zahlreiche
musikalische Veranstaltungen des vergangenen Jahres auf. Es begann mit der Vorstellung des
neuen geistlichen Lieds, es folgten ein Gospelkonzert sowie eines mit dem Sänger Peter
Schreier. Der Frankfurter Domorganist spielte auf dem St. CäciliaInstrument, die
Lämmerspieler Jagdhornbläser gestalteten zusammen mit der Behindertenhilfe Offenbach
eine Hubertusmesse, im Advent trat ein ukrainisches Gesangsquintett auf.
Wir geben mit diesem kulturellen Angebot etwas an die Stadt zurück, die uns bei der
Renovierung des Gotteshauses geholfen hat, meinte Margraf. In diesem Jahr sollen
einige der überwachsenen Grabdenkmäler im Kirchhof freigelegt und restauriert werden.
Nach dem jüngsten Orgelkonzert mit meditativen Texten folgt im aktuellen Programm die
Johannes-Passion mit dem Motettenchor Frankfurt und der russischen Kammerphilharmonie aus
St. Petersburg am Sonntag, 13. März, 18 Uhr. Karten ohne Vorverkaufsgebühr gibt es in
der Apotheke am Torbau und in der Buchhandlung Das Buch.
Am 10. und am 17. Mai besichtigt der Verein in Kooperation mit dem Kulturforum Heusenstamm
Schloss und Kirche von Balthasar Neumann in Brühl. Zwei Busse sind schon ausgebucht. Am
18. Mai und am 21. September folgen weitere Orgelkonzerte, am 26. Mai ein Auftritt des
World Chamber Orchestra. Jagdhornbläser und Behindertenhilfe gestalten im Herbst wieder
gemeinsam einen Gottesdienst.
|