Närrischer Nachwuchs stellt das Prinzenpaar
Einige neue Gesichter bereichern die
Karnevalssitzungen in St. Cäcilia |
Heusenstamm (mcj) - Ein kleiner Makel liegt auf der diesjährigen Fastnacht in
Heusenstamm: Es gibt kein Prinzenpaar. Doch seit der Karnevalssitzung im Pfarrheim von St.
Cäcilia haben die Narren der Schlossstadt aus der Not eine Tugend gemacht. Wenn es schon
kein erwachsenes Prinzenpaar gibt, dann braucht es eben ein Kinderprinzenpaar.
Zumal gerade eines zur Stelle war, denn der junge Björn Uhl zaubert in seinem Vortrag als
"Harry Potter der Pfarrei" seine Schwester Kristin und Freund Maximilian Kruck
als Kinderprinzenpaar auf die Bühne. Die machten ihre Sache so gut, dass sich die
Cäcilianer nicht zweimal bitten ließen: Die Funkenkanöncher verliehen den beiden noch
während der Sitzung ihren Orden - eine seltene Ehre. Und auch für den Rathaus-Sturm am
Fastnachtssamstag sind Kristin 1. und Maximilian 1. als Nachwuchs-Tollitäten schon
eingeplant.
Die Büttenrede selbst hatte es aber auch in sich. Björn Uhl absolvierte seinen ersten
Auftritt in der Bütt mit Bravour. Sein Vortrag war schwungvoll und witzig, gekonnt
dargebracht und dabei noch angenehm kurz. Von diesem Elan könnte sich manch erwachsener
Büttenredner eine gehörige Portion abschneiden.
Björns Vortrag war wie alle anderen mit viel Lokalkolorit gewürzt, wobei sich alles dem
Motto "St. Cäcilia Wunderland" unterwarf. Das fing schon mit dem Vorspiel an,
als Jörg Wiegand und Daniel Schreiner den Inhalt einer Wundertüte untersuchten und
Sterndeuterin Christiane Blumenberg fanden. Protokoller Lothar Berninger - auch er zum
ersten Mal in der Bütt - nahm als Marcel Reich-Ranicki Heusenstammer "Wunder"
zwischen S-Bahn-Bau und Bürgermeisterwahl aufs Korn: "Heusenstamm suchte den
Superstar und bekam den schwarzen Peter."
Ganz ungewöhnliche Gäste bei der Fastnacht in St. Cäcilia waren Pfarrer Martin Weber
und Gabi Holzamer aus Maria Himmelskron, die in ihrer Nachbargemeinde für ein besseres
Miteinander warben. Trotz zahlreicher Buh-Rufe mussten sie sich nicht fürchten, hatten
sie doch die Funkenkanöncher als Geleitschutz dabei. Pfarrer Weber trat später sogar
noch einmal auf, jedoch als Parodie von Daniel Schreiner, der gemeinsam mit den
Cäcilianer "Parre Boys" Markus Bumb, Christoph Heberer und Hendrik van Eck die
gewohnten Spitzen gen Himmelskron verschoss.
Wunder wurden auch wahr, als Fee Sabine Czerney-Ott Verschwisterungsträume realisierte.
Königin Elisabeth II. war nur eine der besonderen Gäste aus Heusenstamms
Partnerstädten. Eine ausgediente Prinzessin spielte hingegen Dr. Roland Krebs, der seinen
Vortrag zum ersten Mal komplett gesungen hat, begleitet von Günther Röben am Klavier.
Die Musik spielte ohnehin wieder eine zentrale Rolle im Programm der Cäcilianer, sei es
bei den stimmungsvollen Schunkelrunden mit der Hauskapelle Thomas Uhl und Klaus-Jürgen
Mißkampf, oder bei den Clown-Barden Frank (Plomer) und Frank (Neumann), die zusammen mit
Pianist Marcus Brembs schon seit zehn Jahren fest zum Karneval in St. Cäcilia gehören.
Tänze rundeten das Programm ab, so der klassische Gardetanz der Cäcilianer-Kindergarde
unter der Leitung von Nina Adelberg und der sündige Tanz aus dem Moulin Rouge, für den
Ines Heberer verantwortlich zeichnete. Theresa Berninger studierte mit der männlichen
Pfarrjugend einen Kaninchen-Tanz ein, der in Alices Wunderland entführte. Neu dabei ist
Choreographin Marie-Claude Bohn, die mit Mitgliedern des Familienkreises und Freunden
einen fetzigen Tanz zum Hit "Sexbomb" erarbeitet hat.
So haben sich in diesem Jahr einige neue Gesichter bei den beiden Sitzungen engagiert.
Doch die Suche nach närrischem Nachwuchs geht weiter, denn im nächsten Jahr werden
einige engagierte Cäcilianer ihren Posten im Elferrat räumen. Sabine Czerney-Ott, Heinz
Hoos und Heike Stadler wollen ebenso aufhören wie Sitzungspräsident Ewald Schreiner, der
dem närrischen Treiben im Pfarrheim nun fünf Jahren vorgestanden hat. Für sie müssen
bis zur nächsten Kampagne Nachfolger gefunden werden. Aber ein Prinzenpaar wurde in
letzter Minute ja auch noch herbeigezaubert.
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Der Auftritt von Maximilian Kruck und Kristin
Uhl als Kinderprinzenpaar bei der Sitzung der St. Cäcilia-Narren war ursprünglich nur
als Gag in der Büttenrede von Björn Uhl gedacht. Doch da es in diesem Jahr kein
reguläres Heusenstammer Prinzenpaar gibt, wurden die beiden nach ihrem gelungenen
Auftritt von den Cäcilianern sofort "zwangsverpflichtet": Die Funkenkanöncher
verliehen den beiden den seltenen Orden der närrischen Kampftruppe und für den
Rathaussturm sind die beiden Nachwuchs-Tollitäten auch schon fest eingeplant.
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Einen Tanz aus dem Moulin Rouge präsentierte bei der Karnevalssitzung in St. Cäcilia die
Tanzgruppe unter der Leitung von Ines Heberer. Florian Heberer gab mit Schnauzer und Hut
den Maitre de Plaisir, den die Damen umschwärmten.
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Dieses junge Narren-Trio hatte bei der Karnevalssitzung in St. Cäcilia die Lacher auf
seiner Seite: Björn Uhl (von links) zauberte bei seinem schwungvollen Vortrag als
"Harry Potter der Pfarrei" überraschend das Kinderprinzenpaar Kristin Uhl und
Maximilian Kruck auf die Bühne. Da es in diesem Jahr kein reguläres Prinzenpaar gibt,
wurden die beiden Nachwuchs-Tollitäten flugs auf den Thron der Heusenstammer Fastnacht
gehoben.
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Einige Buhrufe begleiteten den Einzug einer Abordnung von Maria Himmelskron bei der
Karnevalssitzung in St. Cäcilia. Doch Pfarrer Martin Weber und Gabi Holzamer,
Parlamentäre der Verständigung, brauchten sich nicht zu fürchten, hatten sie mit den
Funkenkanönchern doch einen kampferprobten Geleitschutz an der Seite.
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Mitteilung vom:
erschienen in: |
11.02.2004
Stadtpost Heusenstamm |
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