Das närrische Experiment ist gelungen
Erste gemeinsame Kindersitzung
von Cäcilianern und Disharmonie ist ein Erfolg |
Heusenstamm (mcj) — So etwas hat es in Heusenstamm noch nie gegeben: eine Karnevaissitzung von Kindern für Kinder,
und nur für Kinder. Die beiden großen Fastnachtergruppen der Schlossstadt, die Narren der katholischen Gemeinde
St. Cäcilia und der Karneval Klub Disharmonie, haben sich zusammengeschlossen, um in diesem Jahr solch eine
Sitzung auf die Beine zu stellen. An einem passenden Ort, dem ohnehin geschmückten Pfarrsaal von St. Cäcilia, und
zahlreichen Programmpunkten aus den Karnevalssitzungen sollte es nicht mangeln, doch würde das Vorhaben ein Erfolg
werden?
Um es vorweg zu nehmen: Es wurde! Aber ganz so selbstverständlich ist das nicht. Es fängt schon damit an, die Eltern
davon zu überzeugen, dass ihre Kinder auch ohne ihre Aufsicht zwei Stunden lang gut aufgehoben sind. Das waren sie
tatsächlich, und das junge närrische Publikum - fast alle bunt kostümiert - verfolgte die Sitzung aufmerksam und sehr
diszipliniert und spendete bei jedem Tusch freundlich Applaus. Der karnevalistische Klatschreflex funktioniert also
schon ab sechs Jahren.
Für die begleitende Musik war eine eigens für die Sitzung formierte Kinderkapelle verantwortlich, die ihre Sache
recht gut machte. Den Tusch an der richtigen Stelle im Vortrag zu spielen ist nicht so einfach. Dass die beiden
außerdem nur den Narhalla-Marsch und Ruckizucki konnten, machte überhaupt nichts aus: Wesentlich mehr braucht es bei
den Sitzungen der Erwachsenen ja auch nicht.
Das Programm selbst wurde in erster Linie von der Disharmonie bestritten. Der Karneval Klub kann aus einem größeren
Reservoir schöpfen, gerade was den Nachwuchs angeht. Die närrische Ehre der Cäcilianer, die ja auch den Saal mit
Bewirtung zur Verfügung stellten, rettete die Kindergarde mit einem richtig klassischen Gardetanz und Björn Uhl mit
seinem Vortrag als "Harry Potter der Pfarrei", mit dem er schon auf den Erwachsenensitzungen sein Publikum
begeisterte. Das Kinderprinzenpaar Kristin 1. und Maximilian 1. war natürlich auch wieder dabei.
Für die Kinder-Gemeinschaftssitzung mussten sie aber einen neuen Text auswendig lernen, schließlich können die Kinder
viele Verweise auf Geschehnisse in der Erwachsenenwelt der Schlossstadt nicht verstehen. Da war es gut und richtig,
dass Björn Uhl vor den Kindern statt vom Rathaus von der Schule sprach. Was passiert, wenn der Vortrag nicht dem
Anlass entsprechend bearbeitet wird, erlebte Lena Bauer von der Disharmonie als "närrisch Hinkel". Als sie
einige Witze auf die Heusenstammer Prominenz machte, merkte sie wohl schnell selbst, dass ihr Publikum sie nicht
verstehen kann und brach in Lachen aus. Doch für die erste Auflage der Kinder-Gemeinschaftssitzung sind das
harmlose Anfangsprobleme.
Lena Bauer saß im Übrigen auch als Präsidentin auf dem Podium hinter der Bühne, denn einen Kinder-Elferrat gab es
natürlich auch. Es sollte ja alles so sein, wie bei den großen Sitzungen, nur eben für die kleinen Narren. So gab es
Vorträge und Gesang, Schautänze der Garden und ein großes Finale mit allen Beteiligten zum Abschluss. Viel Beifall
gab es von den Kindern im gut besetzten Saal, und zufriedene Gesichter von den Organisatoren der Disharmonie und
Cäcilianer. Denn das gemeinschaftliche Experiment einer Karnevalssitzung für Kinder ist gelungen.
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In bunten Kostümen nahmen die jungen Heusenstammer Narren an
der ersten Kinder-Karnevalsitzung teil, die der Karneval Klub
Disharmonie und die Narren von St. Cäcilia gemeinsam im
Gemeindehaus in der Altstadt ausrichteten. |
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Einen Stepptanz präsentierte die Kindertanzgarde der
Disharmonie bei der Kinder-Gemeinschaftssitzung im Pfarrheim
St. Cäcilia. Für ihren Showtanz nach einer Choreographie von
Carmen Althen und Ursel Lentz erhielten sie von ihrem jungen
Publikum viel Applaus. |
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Mitteilung vom:
erschienen in: |
18.02.2004
Stadtpost Heusenstamm |
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