Heusenstamm (red) - Am Karfreitag fand wie schon in den vergangenen Jahren der traditionelle ökumenische Kreuzweg der
Jugend statt.
Über 70 Jugendliche und Junggebliebene zogen durch Heusenstamm.
Beginn war in der Kirche St. Cäcilia, der ersten von fünf Stationen.
Weitere Stationen auf dem Kreuzweg waren die ökumenische Kleiderkammer in der Eisenbahnstraße, die evangelische Kirche
und das Wegkreuz am Pfarrgärtchen.
Ziel war die Kirche Maria Himmelskron.
Die Gestaltung der Bilder und Texte beschritt dieses Jahr ungewöhnliche Wege.
Gemeinsam mit dem Künstler Hermann Hiller hatte die Redaktionsgruppe für die einzelnen Stationen Bilder entworfen.
Darin geschah der Zugang zur Passionsgeschichte über Gewänder und Stoffe, die während des Kreuzweges eine Rolle
spielen, zum Beispiel der Purpurmantel der Verspottung, das ungeteilte Gewand Jesu, um das die Soldaten würfeln und
der zerrissene Vorhang bei Jesu Tod.
Die Bilder und die an den einzelnen Stationen gelesenen Texte erzählten nicht nur vordergründig Jesu Leidensweg,
sondern boten Anregung und Denkanstöße für eigene Überlegungen und Gefühle: "Wo stehe ich in diesen Bildern?
Wann fühle ich mich vorgeführt, verraten oder möchte davonlaufen?
Was verrät meine Kleidung über mich?
Wann lasse ich mich von Äußerlichkeiten leiten?"
Auf dem Kreuzweg wurde ein großes Holzkreuz abwechselnd von jeweils zwei oder drei Teilnehmern auf den Schultern
getragen.
Beim Abschluss in Maria Himmelskron hatten alle Teilnehmer Gelegenheit, das, was sie bewegte oder das, warum sie Jesus
bitten wollten, auf einem Stoffstreifen zu schreiben und diesen an das Kreuz zu binden.
Für die musikalische Begleitung sorgten in ,diesem Jahr Friederike, Mareike Harder und Vanessa Lentz.
Im Anschluss an den Kreuzweg waren alle Teilnehmer zu einem gemeinsamen Abendessen ins Pfarrheim von Maria Himmelskron
eingeladen.
Schade nur, so bemängeln viele der Jugendlichen, dass es einigen Teilnehmern nicht gelang, während des Kreuzweges auf
die Nutzung ihres Handys zu verzichten.
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