Mit dem Fahrrad auf dem Weg nach Santiago de Compostella
Strecke von rund 3000 Kilometer in mehreren Jahresetappen |
Heusenstamm (red) — Über 1000 Jahre ist der Jakobsweg alt.
Millionen Menschen aus ganz Europa sind ihn bis heute gegangen.
Ein Ziel vor Augen: Die Kathedrale von Santiago de Compostela mit dem legendären Grab des Apostels Jakobus.
Am 1. Juli machten sich um acht Uhr sechs Freunde, die seit Jahren miteinander Doppelkopf spielen, auf.
Sie wollen den Weg mit dem Fahrrad in jährlichen Etappen von
Heusenstamm aus fahren.
Wenn sie in einigen Jahren am Ziel ankommen, werden 2500 bis 3000 Kilometer hinter ihnen liegen.
Nach dem Reisesegen, erteilt von Pfarrer Anton Sauer, ging es los.
Sechs Tage werden sie unterwegs sein.
Der erste Halt wird in Frankfurt die Leonhardkirche sein, denn sie war im Mittelalter der Ausgangspunkt für Pilger
aus dem Frankfurter Raum.
In ihrem ehemaligen Eingangsportal ist noch heute die Jakobsmuschel zu sehen, die die Pilger als Erkennungszeichen
trugen.
Dann geht es weiter über Mainz, Koblenz, Trier nach Frankreich.
Nichts ist vorgebucht.
Die sechs wollen sehen, wieweit sie in diesen sechs Tagen kommen.
Versehen sind sie mit einem Pilgerausweis der "Fränkischen Jakobusgesellschaft" und einem Begleitbrief von Pfarrer
Anton Sauer.
Von dem diesjährigen Endpunkt wollen sie mit der Bahn zurückreisen, um im nächsten Jahr von dort wieder zu starten.
Natürlich werden die Etappen immer länger werden müssen.
Der Jakobsweg ist nicht ein Pilgerweg, sondern ein ganzes Wege-System.
Verschiedene Wege aus ganz Europa führen nach Spanien.
Besonders durch Frankreich legten die Benediktiner ein feinmaschiges Netz an Verbindungen nach
Südwest, in dessen
Knotenpunkten meist Klöster entstanden.
In Spanien führt ein Hauptweg, der camino francés, von den Pyrenäen bis nach Santiago de
Compostella.
|
|
|
[Bild vergrößern] |
St. Cäcilia-Gemeindepfarrer Anton Sauer (von links) schickte mit einem Reisesegen versehen Hans-Erich Sietzy,
Günther Scherer, Herbert Margraf, Jürgen Blumenberg, Gerd Rottstedt und Kurt
Hohls auf die Fahrradwallfahrt nach
Santiago de Compostella.
|
|
Mitteilung vom:
erschienen in: |
07.07.2004
Stadtpost Heusenstamm |
zurück zum Presseüberblick
|
|