Die Cäcilianer nahmen "Bad Heusenstamm" aufs Korn
Sitzungen im Pfarrheim von St. Cäcilia
eröffnen sehr kurze Kampagne |
Heusenstamm (mcj) -
Kurz, aber dafür umso intensiver ist in diesem Jahr die Karnevalskampagne.
Den Auftakt zur heißen Phase der Fastnacht, die nur drei Wochen dauert, machten am Wochenende die Cäcilianer
mit ihren beiden Sitzungen im Pfarrsaal der katholischen Gemeinde.
Mit der 27. Auflage der Cäcilianer Fastnacht gab es ein paar Veränderungen, allen voran ein Wandel im Elferrat.
Zusammen mit anderen Mitgliedern des Elferrats trat Ewald Schreiner nach der vergangenen Kampagne als Präsident
zurück, nachdem er die Sitzungen fünf Jahre lang geleitet hat.
Einen echten Nachfolger gibt es bisher noch nicht, deshalb teilten sich Frank Neumann, Sigrid Rebell, Udo Swiatek
und Patricia Uhl die Aufgabe.
Auf Ewald Schreiner wartete bei der Sitzung am Sonntag eine besondere Auszeichnung: Als Anerkennung seiner großen
Verdienste um die Cäcilianer Fastnacht erhielt er den ersten Cäcilianer Ehrenorden, den es nur in geringer Auflage
gibt.
Damit würdigten die Narren seinen jahrelangen Einsatz, der mit seinem Abschied als Sitzungspräsident aber noch
nicht beendet ist; als Büttenredner bleibt er der Fastnacht erhalten.
Auch Frank Plomer erhielt den neuen Ehrenorden, denn er steht nicht nur zusammen mit Frank Neumann als beliebtes
Gesangsduo Frank und Frank im Rampenlicht - so auch diesmal wieder.
Plomer zeichnet auch für die, gesamte Saalgestaltung verantwortlich, die maßgeblich zur närrischen Stimmung einer
Sitzung beiträgt.
Stellvertretend für das Team, das sich seit vielen Jahren um diese Aufgaben kümmert, nahm er den Orden entgegen.
Bühnenbau und Saaldekoration orientierten sich in diesem Jahr eng am vorgegebenen Thema "Bad
Heusenstamm 2005", das die Werbeaktion der Stadt für das Schwimmbad am Forst ins Visier des närrischen Spotts
nahm.
Von der Bütt in Form eines großen Aufguss-Kübels über Schwimmflossen und Badeschlappen als Dekoration und bunte
Lichterketten an der Decke bis zur gut ausgebauten "Sekt-Sauna" in einer Ecke des Saals spiegelte der
ganze Saal das Thema wieder.
Daran hielten sich auch die meisten der Beiträge auf der Bühne, wo es zwei Abende lang um das Schwimmbad, Fitness,
Gesundheit und Schönheit ging - reichlich Lokalkolorit inklusive.
Das fing schon bei Protokoller Lothar Berninger an, der nach dem Erfolg im vergangenen Jahr wieder auf Marcel
Reich-Ranicki als Alter Ego setzte.
Er berichtete vom Bahnhof und vom Schwimmbad, aber mit Ironie auch aus der eigenen Pfarrei: "St. Cäcilia ist
in diesem Jahr kein Pfarrer weggelaufen."
Ewald Schreiner, der Präsidentenruheständler, ging als Masseur auf die Bühne, und knetete Bürgermeister Peter Jakoby
buchstäblich wie bildlich durch - allerdings ohne Boshaftigkeit, wie es bei den Cäcilianern üblich ist.
Ein Redner brauchte das ohnehin nicht zu fürchten, denn Bürgermeister Peter Jakoby ging selbst in die Bütt und
erläuterte als Kurdirektor seine Strategie, die Attraktivität Bad Heusenstamm mit dem neuen Baggersee zu steigern.
Auch der Nachwuchs ging dieses Jahr wieder in die Bütt.
Björn Uhl knüpfte als vergessener Sternsinger an seinen Erfolg im vergangenen Jahr an und könnte gerade mit seinem
hessischen Mundwerk eine gute Zukunft im Heusenstammer Karneval zu haben.
Den schon erwachsenen Redner-Nachwuchs stellte Sigrid Rebell dar, die als Schönheitsberaterin für Männer erstmals
in der Bütt stand.
Sie wusste insbesondere, wie man eine Büttenrede mit vielen Requisiten auflockert.
Mit Einfallsreichtum variierten die Cäcilianer das Thema "Bad Heusenstamm": Die beiden Damen Sabine
Czerney-Ott und Heike Stadler, die eine fein, die andere bäuerlich, machten sich auf die Suche nach einem
Kurschatten, der in einer Kurstadt natürlich nicht fehlen darf - Tangoeinlage inklusive, wobei ihnen Lothar
Berninger, Gerd Rottstadt, Bernd Vogelmann, Ewald Schreiner und Heinz Hoos zur Seite standen.
Um die höheren Ziele von Bürgermeister Jakoby und die denkbare Auswüchse eines Heusenstammer Wellness-Wahns (etwa
Hackbraten-Aufgüsse bei "der Katja") ging es in einer weiteren großen Nummer, mit der Teresa Berninger,
Laura Heberer, Benjamin und Dominik Hohls, Martin Seherbaum und Daniel und Johannes Schreiner auftraten.
Natürlich hatte auch die Musik einen zentralen Platz bei der 27. Cäcilianer Fastnacht. Klaus-Jürgen Misskampf
sorgte mit Schunkelrunden für Stimmung. Höhepunkte der Sitzung waren natürlich wieder die Auftritte
der "Parre Boys" Marcus Bumb, Christoph Heberer und Hendrik van Eck und der Clownsbarden "Frank und
Frank".
Drei Ballette legten sich wieder mächtig ins Zeug: Die Choreographie des Kinderballetts von Bettina Plachta und
Bärbel Seidewitz wäre auch als Clownsakrobatik im Zirkus durchgegangen, das Männerballett tanzte unter der Leitung
von Teresa Berninger als wandelnde Duschen vor dem begeisterten Publikum, und das Jugendballett von Ines Heberer
kam mit einem Showtanz als Krankenschwestern auf die Bühne.
Mit dabei war in diesem Jahr auch wieder ein Prinzenpaar: Gudrun I. und Manfred I. von der Konkordia führen das
närrische Volk an.
Nachdem es im vergangenen Jahr kein Prinzenpaar gegeben hat, ist bei der Heusenstammer Fastnacht nun wieder alles in
Ordnung.
Und wenn die Kampagne auch kurz ist, so muss umso heftiger gefeiert werden.
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[zu den gesamten
Bildern] |
Nachdem er als Sitzungspräsident zurückgetreten ist, haben die Cäcilianer Ewald Schreiner für sein Engagement nun mit
einem neuen Ehrenorden gewürdigt. Die beiden Sitzungen im Pfarrsaal von St. Cäcilia, mit denen die heiße Phase der kurzen
Kampagne begonnen hat, drehten sich ganz um das "Bad Heusenstamm".
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Mitteilung vom:
erschienen in: |
26.01.2005
Stadtpost Heusenstamm |
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