Heusenstamm (mcj) - Mit einer großen Festwoche hat die katholische Pfarrgemeinde St. Cäcilia
das 250-jährige Kirchweihjubiläum ihrer Kirche gefeiert.
Sieben Tage lang gab es ein dicht gepacktes Programm in, um und um die Balthasar-Neumann-Kirche
herum.
Dabei stand nicht nur das Feiern selbst im Mittelpunkt, es gab auch einige kulturelle
Höhepunkte. Und auch der Glaube und das gemeinsame Gebet hatten ihren festen Platz in der
Festwoche.
Leider war der Gemeinde das Wetter am Abschlusswochenende des Jubiläums nicht so hold, wie man
sich erhofft hatte.
Statt eines großen Turmfestes auf dem Kirchplatz musste die Feier im Pfarrheim stattfinden.
Doch davon ließen sich die Besucher die Laune nicht verderben; aufgestellte Sonnenschirme
sorgten selbst im Pfarrheim für das passende Festambiente.
Dazu gab es Live-Musik von der Hausband, rekrutiert aus der Pfarrjugend, die sich nach Kräften
am Jubiläum beteiligte. Für das leibliche Wohl sorgten Bratwürste vom Grill, frisch gebackene
Brezeln und ein großes chinesisches Büfett, das in Kooperation mit den Nachbarn der Gemeinde
vom Restaurant "Zum Goldenen Löwen" angeboten wurde.
Neben gehaltvollen und alkoholfreien Cocktails gab es natürlich auch Bier, das ein paar
Stunden später beim Frühschoppen wieder floss. Der fand nun - Wetter hin oder her - auf dem
Kirchplatz statt, der auch die Kulisse für den großen Abschlussgottesdienst bot.
Die Stoßgebete in Richtung Wolkendecke wurden erhört, der Regen blieb aus.
Die große Gemeinde hätte in der Kirche ohnehin keinen Platz gefunden, ganz zu schweigen von
dem Projektchor 2006, der den Gottesdienst mit über 70 Sängerinnen und Sängern begleitete.
Auch die übrigen Veranstaltungen der Festwoche waren ein Erfolg.
Das Konzept, das Programm dicht gedrängt in nur sieben Tagen anzubieten, ging am Ende auf,
obwohl viele im Vorfeld skeptisch waren. Insbesondere die Teilnahme an den Andachten und
Gottesdiensten war überraschend groß, freute sich Pfarrer Anton Sauer.
Selbst zu den Frühschichten, die jeden Tag um 6 Uhr angeboten wurden, kamen regelmäßig mehr
als ein Dutzend Teilnehmer. Und die allabendlichen "30 Minuten für Gott" in der Kirche
lockten sogar mehr als 40 Gläubige an, die gemeinsam beteten und sich mit ihrem Glauben
auseinander setzten. Selbst an der langen Kirchennacht, zu der Pastoralreferentin Gabriele
Panning mit Texten zu Jakob einlud, nahmen immerhin sieben Jugendliche teil.
Mit einer insgesamt so großen und anhaltenden Resonanz hatten die Verantwortlichen vor der
Jubiläumswoche gar nicht gerechnet und waren am Ende entsprechend froh, dass sich das
scheinbar gewagte Vorhaben ausgezahlt hat. "Die Woche hat etwas angestoßen", freute sich die
Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, Mechthild Schreiner. Sie hofft, dass von diesem Erfolg
ein Impuls ausgeht, durch den die einzelnen Gruppen der Gemeinde auch in Zukunft enger
zusammenrücken.
Schließlich war es das erklärte Ziel der Festwoche, das "Wir-Gefühl" in der Gemeinde zu
stärken und die einzelnen Gruppen in engeren Kontakt zueinander zu bringen.
Das erste Ziel ist erreicht, dass die Jubiläumswoche ein Fest von der Gemeinde für die
Gemeinde werden sollte. Nun müssen die zarten Bande, die sich daraus ergeben haben,
gepflegt werden, um den Zusammenhalt weiter zu stärken.
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